Flucht in den Freitod nach der „Schachnovelle“

Ausstellung über Stefan Zweig im Münchner Literaturhaus

Aljechin – Bogoljubow: Schwarz am Zug droht mit Damenumwandlung und zieht – zurecht – den König

Von Hartmut Metz
Die Schachnovelle“ halten viele Laien für das epochale Werk über das „Spiel der Könige“. In einer Stefan-Zweig-Ausstellung im Münchner Literaturhaus steht das Abschiedswerk des Schriftstellers einmal mehr im Mittelpunkt. Zweig machte den Feinschliff, schickte die deutschen, spanischen und englischen Manuskripte los – und brachte sich tags darauf, am 23. Februar 1942, im brasilianischen Exil gemeinsam mit seiner Frau Lotte um. Zunächst in einer limitierten Auflage von 300 Stück in Buenos Aires erschienen, wurde „Die Schachnovelle“ später zum Dauerbestseller mit Milli- onen-Auflage. In München lebt die aus Wien bekannte Schau noch einmal auf. „In ihrem Zentrum steht ein Nachbau des Hotels Metropol, das die Gestapo zu ihrem Wiener Hauptquartier machte und das Zweig für die Einkerkerung von Dr. B vor Augen hatte. An einer Seitenwand hängen schwarze Gestapo-Ledermäntel“, berichtet Stefan Löffler auf der Webseite www.chessbase.de. Die Verfilmung der „Schachnovelle“ von 1960 mit Curd Jürgens als Dr. B und Mario Adorf als Weltmeister Mirko Czentovic gibt es ebenfalls zu sehen. Schachspieler und -autoren sehen den Nachlass Zweigs eher kritisch.
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Großhans verliert Spitzenkampf

Kuppenheimer bei bayerischer Meisterschaft auf Platz sieben

Alles gewagt – und verloren. Im Spitzenspiel der bayerischen Meisterschaften in Rosenheim verzichtete Ralf Großhans auf einen sicheren Remiszug – und verlor das Duell der beiden Überraschungsspieler gegen den führenden Leonhard Knoblauch. Ein Remis versuchte der Kuppenheimer zu vermeiden und wurde im mutigen Kampf um Platz eins bestraft. Knoblauch kassierte allerdings hernach auch seine erste Niederlage, so dass das Feld hinter dem bis dahin klar Führenden (6/8) eng zusammenrückte. Zum Pulk mit 5,5 Punkten konnte Großhans allerdings nicht aufschließen vor der letzten Runde, weil er gegen seinen oberfränkischen Kumpel Mark Lorenz (2222 Elo) schnell remisierte. Mit fünf Zählern liegt er nun auf Rang sieben. Unabhängig von der letzten Partie ist Großhans ein erkleckliches Plus an Elo und DWZ sicher. Ralf Großhans kommentierte die Partien der Runden sechs und sieben, die Niederlage im Spitzenkampf, für die Homepage der Rochade. Insbesondere der Sieg mit Damenopfer im sechsten Durchgang ist sehenswert! Partien online

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Großhans rückt auf Platz zwei vor

Nach sechs Runden 4,5 Zähler bei bayrischer Meisterschaft

Hat die Rochade Kuppenheim demnächst nach dem badischen Vizemeister auch noch den bayrischen Meister in seinen Reihen? Der unheimliche Lauf von Ralf Großhans hält in Rosenheim an: Bisher liegt das Mitglied der Schachgemeinschaft sowohl bei der DWZ als auch der Elo mit mehr als 50 Zählern im Plus! Nach einem Schwarz-Remis gegen Roland Schmid (2326 Elo) schlug Großhans mit Dominic Wisnet (2249) den nächsten nominell stärkeren Spieler. Dabei gelang dem Außenseiter (2135) als Nachziehender erneut eine spektakuläre Partie mit Damenopfer! Als Kompensation erhielt Schwarz drei Figuren, die nach und nach in zwei Türme und Springer für Dame transformiert wurden. Ein weißer b-Bauer drohte zwar durchzumarschieren – aber vorher setzte Großhans matt! Mit 4,5/6 rückte er auf Platz zwei vor. Nur Leonhard Knoblauch (2136) liegt mit fünf Punkten vor ihm. Im Duell der beiden Turnierüberraschungen könnte sich entscheiden, wer nach dem Titel greift. Großhans hat nach zwei Schwarz-Partien das Anzugsrecht. Hier sein vierter Sieg im Turnier: Partie online

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Schmaltz deklassiert Keymer 3,5:0,5

Jungstar gegen Kuppenheimer Trainer ohne Chance

Vincent Keymer (li.) vs. Roland Schmaltz

Roland Schmaltz hat die vielleicht letzte Chance genutzt, Vincent Keymer noch zu schlagen. In einem Match über vier Partien setzte sich „Hawkeye“ nach dem Auftakt-Remis souverän mit 3,5:0,5 gegen den Zehnjährigen durch. Bereits das erste Duell in Apolda verlief aufregend. Der Kuppenheimer Trainer opferte erst die Qualität und später die Dame – die durfte Keymer aber nicht wegen eines Matts nie annehmen. Das führte zur Zugwiederholung. In den anderen drei Partien zeigte sich Schmaltz auch taktisch überlegen.

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Großhans bleibt auf Erfolgskurs

3/4 bei bayrischer Meisterschaft

Ralf Großhans bleibt bei den bayrischen Einzelmeisterschaften in Rosenheim in der Erfolgsspur: Das Mitglied der Rochade unterlag zwar in der dritten Runde IM Marco Baldauf (2413) – doch selsbt diese Null war vermeidbar. Im ungleichfarbigen Läufer-Endspiel ließ sich Großhans noch einen halben Punkt nehmen nach vorher gutem Spiel. Immerhin schlug er gleich gegen FM Reiner Heimrath (2213) zu und verbesserte sich mit dem dritten Sieg auf ¾. Das lässt sich sehen gegen einen Gegnerschnitt von 2287 Elo.

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Brillante Partie von Großhans

Kuppenheimer Mitglied startet bei bayrischer Meisterschaft fulminant

Ralf Großhans (Archivbild)

Ralf Großhans ist bei den bayrischen Einzelmeisterschaften in Rosenheim fulminant gestartet: Das Mitglied der Rochade gewann die beiden ersten Partien jeweils gegen Spieler über 2200! Vor allem der Auftakt-Sieg gegen FM Anton Bilchinski, der fast 2300 Elo auf die Waage bringt, begeistert. Mit Damen- und Läuferopfer knockte der Außenseiter (2130 DWZ) den Favoriten in nur 23 Zügen aus! Nachstehend die Kommentare von Großhans zu dem schwungvollen Angriffssieg. Partie online

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Aufregende Königs-Wanderung in Biel

„Jahrhundert-Partie“: Navara auf den 64 Feldern ein Draufgänger

Navara – Wojtaszek: Weiß steht am Abgrund, weicht jedoch (erfolgreich) Remisvarianten aus

Von Hartmut Metz
Das Turnier in Biel hat einmal mehr gezeigt: Um dem Publikum spannendes Schach zu bieten, bedarf es nicht einer kompletten Ansammlung der Top-Ten-Spieler. Sie neutralisieren sich oft, viele Unentschieden sind die Folge. Die gab es in der Schweiz zwar auch – aber ebenso eine Fülle von spektakulären Partien! Ein Garant dafür ist Richard Rapport. Der Ungar bezahlte einmal mehr die Zeche für sein unterhaltsames Spiel und wurde Letzter mit nur zwei Punkten aus zehn Runden. Mit 6,5 Zählern setzte sich der Franzose Maxime Vachier-Lagrave durch. Auf den Plätzen folgten die beiden Baden-Badener Bundesligaspieler Radoslaw Wojtaszek (6) und Michael Adams sowie David Navara (je 5,5). Der Ukrainer Pawel Eljanow (4,5) schnitt neben Rapport als einziger Teilnehmer mit einer negativen Bilanz ab. Der Held der Fans war in Biel Navara.
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Der Geier umkreist den lebendigen König

Stefan Bücker: Der Geier

Von Patrick Karcher
Das heutige DWZ-Plus zeigt diesmal eine hochaktuelle Partie von den Badischen Schachmeisterschaften 2015, bei dem zwei Fide-Meister des Schachspiels aufeinander stoßen. Stefan Bücker – seines Zeichens Autor des berühmten und sehr animierenden Schachwerkes „Der Geier“ – trifft auf den durch eine Vielzahl an Veröffentlichungen bekannten Schachjournalisten Hartmut Metz. Der Aufschlag ist auf Seiten von Bücker, der die Partie mit dem unkonventionellen b-Bauernzug eröffnet. Die Erfindung des früheren Schachmeisters Bird kann in den Händen von erfindungsreichen Schachkünstlern wie Bücker zu einer gefährliche Waffe werden. Metz kontert mit der Besetzung des Zentrums durch den e-Bauern, der zugleich die potentielle Energie eines Läufers auf b2 einschränken soll.
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Merklinger, Kresovic und Metz beim Länderkampf

Elsass – Baden am 13. September in Straßburg

Der traditionelle Länderkampf zwischen dem Elsass und Baden findet am Sonntag, 13. September, in Straßburg statt. Spielort ist die Ecole de Danse Classique (passenderweise liegt sie am Boulevard Jean-Sébastien Bach). Drei Kuppenheimer vertreten wieder die badische Seite – und bei den Elsässern sitzt vermutlich Jean-Luc Roos am Brett. Von der Rochade sind Hartmut Metz, Velimir Kresovic und Markus Merklinger im 32er-Aufgebot. Im Vorjahr trafen ausgerechnet Roos und Kresovic aufeinander, wobei der Straßburger sich durchsetzte. Trotzdem gewann Baden 17:15 gegen das Elsass.

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„Hawkeye“ sorgt für Aufsehen

Dauereinsatz: Training in Kuppenheim – Bundesliga in Darmstadt – Match in Apolda

Falkenauge stets wachsam – ohne Torliniengedöns: Rochade-Trainer GM Roland „Hawkeye“ Schmaltz

Er scheint ungeahnte Talente zu haben! Und deshalb befindet sich Roland Schmaltz alias „Hawkeye“ derzeit offensichtlich im Dauereinsatz! Am Donnerstag machte die Internet-Legende mit dem leider nicht geschützten Namen „Falkenauge“ Training in Kuppenheim – am Samstag sorgte er auch erstmals in der Bundesliga für Furore: Wir meinen jetzt nicht Schach, sondern die Fußball-Bundesliga! Denn wie berichtet Sport1.de: „Beim Spiel von Darmstadt 98 gegen Hannover 96 prallte der Ball in der 28. Spielminute nach einem Kopfball von Kenan Karaman an die Latte und von dort auf die Torlinie. Der Schiedsrichter entschied mit Hilfe des Hawk-Eye korrekterweise auf Weiterspielen, das Spiel ging beim Stand von 0:0 weiter. Das Spiel endete mit 2:2 (1:0). Zuvor war das Hawk Eye schon beim Finale des VfL Wolfsburg gegen Borussia Dortmund eingesetzt worden,
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Mit zehn Jahren U18-Europameister

Deutsche „Schach-Prinzen“ und Vincent Keymer trumpfen auf

Keymer – Peczely: Schwarz zieht – und ruiniert seine bis dahin gut vorgetragene Partie

Von Hartmut Metz
Seinen Spitzenspieler hat Deutschland verloren mit dem Wechsel des Baden-Badeners Arkadij Naiditsch nach Aserbaidschan. Aber wachsen bereits neue, noch bessere heran? Das Konzept des Deutschen Schachbundes (DSB), einige Talente als „Schach-Prinzen“ besonders zu fördern, ging auf. Mit Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Alexander Donchenko wurden drei Jugendliche nicht nur Großmeister, sondern liegen in der U18-Weltrangliste auf den Plätzen drei bis fünf! Alle drei zählen überdies bereits zu den Top 20 in Deutschland. Und es könnte noch besser kommen: Mit erst zehn Jahren sorgt Vincent Keymer für Furore. Der Knabe vom SK Gau-Algesheim ist in seinem Alter deutlich weiter als Weltmeister Magnus Carlsen. Im Juli war Keymer der bisher jüngste Teilnehmer an der U18-Europameisterschaft in Polen – und holte mit dem Quartett von Bundestrainer Bernd Vökler den Titel!
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Stichkämpfe im Oktober in Kuppenheim

Eisenbeiser erst gegen Vatter / Metz spielt zweite und dritte Partie

Die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft findet Mitte Oktober in Kuppenheim statt. Der badische Vizemeister Hartmut Metz muss sich mit Amadeus Eisenbeiser (BG Buchen) und Hajo Vatter (SC Untergrombach) auseinander setzen, die bei der badischen Meisterschaft in Sasbach ebenfalls auf 5/7 kamen. Nur der Sieger des Dreierturniers fährt zur deutschen Meisterschaft in Bremen im Herbst 2016. Der genaue Termin steht noch nicht fest: Das Wochenende 9. bis 11. oder das vom 16. bis 18. Oktober kommen derzeit in Frage. Im Alten Kindergarten trifft gemäß der bereits vorliegenden Auslosung des badischen Turnierleiters Michael Schneider zunächst Eisenbeiser am Freitagabend mit Weiß auf Vatter. Am Samstag misst sich Metz mit dem IM der BG Buchen, der mit seiner Elo-Zahl von 2374 Favorit vor Metz und Vatter ist. Sollten nach dem Sonntags-Duell zwischen Vatter und Metz alle einen Punkt oder zwei Spieler 1,5 Punkte aufweisen, gibt es ein Schnellschach-Stechen.
Nachstehend hat Hartmut Metz seinen überraschenden Sieg über Mitfavorit Christopher Noe aus Runde vier kommentiert.
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DWZ-Plus: Gräfin und Herzog – Teil I

Von Patrick Karcher
Im Zusammenspiel zwischen weißfeldrigen Läufern und schwarzfeldrigen Läufern stellen wir fest, dass diese beiden Figuren sich fremder kaum sein könnten. Zwar firmieren beide unter dem gleichen Namen „Läufer“, doch das war´s auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Schauen wir uns deren Kampfbilanzen genauer an: Ein weißfeldriger Läufer kontrolliert weiße Felder und kann nur Figuren auf weißen Feldern angreifen und decken. Für den schwarzfeldrigen Läufer gilt das gleiche für die schwarzen Felder. Das heißt, die beiden Kontrahenten führen niemals Krieg gegeneinander. Sie sind zueinander neutral wie die Schweiz zu Österreich. Doch tragen beide den gleichen Namen. Wieso eigentlich?
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Roos geteilter Vierter in Wasselonne

Kuppenheimer IM holt 5/7

op-wasselonne2015

Beim Open in Wasselonne hat Jean-Luc Roos gut gespielt. Der französische IM der Rochade Kuppenheim wurde mit 5/7 geteilter Vierter. Roos spielte eine Performance von 2306. Das A-Open gewann der aserische Großmeister Namig Gulijew vor der elsässischen Nachwuchshoffnung Bilel Bellahcene, die beide sechs Zähler sammelten. Rang drei ging an den Bebenhausener Rudolf Bräuning (5,5), dahinter folgten neun der 79 Spieler mit fünf Punkten.

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