Gantner Fünfter beim Achertal-Pokal

Fünf Kuppenheimer beim Turnier in Ottenhöfen

Best of Five: Ralf Gantner

Beim Achertalpokal des SC Ottenhöfen-Seebach durften die meisten der fünf Kuppenheimer mit ihrem Abschneiden zufrieden sein. Beim Sieg des Sasbachers Thilo Ehmann mit 4,5/5 überzeugte Ralf Gantner am meisten. Der Rochade-Jugendtrainer belegte mit 3,5 Punkten Platz fünf im 29-köpfigen Feld. Weniger zufrieden dürfte Axel Aschenberg (3) als Neunter sein. Webmaster Gerhard Gorges landete mit für ihn guten 2,5 Punkten im Mittelfeld. Jugendleiter Thomas Braun musste bei einer Partie passen und kam mit 1/4 auf Rang 25. Letzter wurde Daniel Held, der die zwei Partien, die er spielte, verlor.

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Metz Dritter in der Schweiz

Riehen schiebt sich bei Gruppenmeisterschaft noch auf Bronzeplatz

Auf Anhieb Bronze: Hartmut Metz

Hartmut Metz hat mit der SG Riehen in der Schweizer Gruppenmeisterschaft (SGM) den dritten Platz belegt. Durch einen 5,5:2,5-Sieg über SW Bern sicherte sich der Klub aus Basel noch den Bronze-Becher. Souverän Meister wurde der ASK Wintherthur, der beim Saisonfinale aller acht Teams in Kreuzlingen Verfolger Nyon bezwang. Der nun achtfache Champion blieb ohne Verlustpunkt in den sieben Duellen. Riehen, das auf bezahlte Spieler verzichtet, sammelte 7:7 Zähler in der ausgeglichenen Liga. Der Kuppenheimer Metz schlug am Saisonende Mathias Leutwyler und schloss die Runde mit sehr guten 2,5/4 ab. In dem Duell setzte er die Ideen, die Großmeister Roland Schmaltz im Donnerstags-Training mit unterschiedlichen Bauernmehrheiten auf beiden Flügeln gezeigt hatte, mit leichter Hand perfekt um. Der Ex-Kuppenheimer Timothée Heinz unterlag am Spitzenbrett gegen den Berner IM Markus Klauser. Zudem spielt auch der ehemalige Kuppenheimer Christof Herbrechtsmeier für Riehen.

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„Ein Leben lang Französisch“

Dresdner Schach-Legende Wolfgang Uhlmann feiert heute 80. Geburtstag

Fischer – Uhlmann: Schwarz geht – unter Bauernopfer – (erfolgreich) zum Angriff über

Von Hartmut Metz
Wolfgang Uhlmann beschäftigt sich derzeit in seiner Kolumne im Fachblatt „Rochade Europa“ mit den „ewigen Zweiten“. Selbst war der Dresdner in der DDR jahrzehntelang die Nummer eins – international reichte es dem Weltklassespieler aber nicht einmal zum „ewigen Zweiten“. Mit ein Grund war, dass nur olympische Sportarten exzessiv gefördert wurden – und Schach hatte trotz der enormen Popularität im Bruderstaat Sowjetunion keine Lobby in der DDR. Schlimmer noch: Die Großmeister um Uhlmann wurden von 1974 bis 1986 international vom Arbeiter- und Bauernstaat komplett ausgebremst. Heute feiert der elffache DDR-Meister seinen 80. Geburtstag. Kurz zuvor durfte die Ost-Legende sogar in der Bundesliga noch einmal ans Brett, unterlag aber für seinen Dresdner Klub – immerhin ein neuer Rekord als dienstältester Spieler im deutschen Oberhaus. Eng verknüpft wird Uhlmann mit einer Eröffnung: Sein Buchtitel „Ein Leben lang Französisch“ mag für Nicht-Schachspieler zweideutig klingen, doch der Jubilar widerspricht schmunzelnd:
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DWZ-Plus: Schachwissen vs. -verständnis erwerben

Von Patrick Karcher
Was ist gemeint, wenn man einem Schachspieler ein hohes Schachverständnis zugesteht? Lassen Sie uns zur Beantwortung der Frage mit dem Thema „Wissen“ beginnen. Ohne das Wissen um die Schachregeln, können Sie keine Schachpartie begehen – das sollte sich von selbst „verstehen“. Schachanfängern wird auf Basis der Schachregeln dann meist Grundwissen vermittelt: Was ist das Zentrum, wieso ist der Kampf um selbiges wichtig, wie führt man einen Angriff gegen den gegnerischen König, wie behandelt man Bauernendspiele, etc. Das Lernziel ist es ein Grundwissen aufzubauen, das einem die Entscheidungsfindung während der Partie erleichtern soll – ein schachliches 1×1 quasi. Doch was ist dann Schachverständnis? Führen wir den Vergleich mit der Mathematik.
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Eine Qual

Rochade-Reserve verliert Kellerduell in Neumühl mit 3,5:4,5

Gequältes Lächeln: Ralf Gantner

Von Ralf „Quälix“ Gantner
Vom vergangenen Spieltag in Neumühl zu berichten, ist, gelinde gesagt, eine Qual. Zum einen mussten wir die Heimfahrt mit einer bitteren 3,5:4,5-Niederlage antreten, zum anderen war die Qualität einiger Partien erschreckend. Mit einer stark besetzten Mannschaft waren wir doch recht frohen Mutes nach Neumühl zum Kellerduell der Landesliga gefahren, und glaubten zumindest an ein 4:4. Der Mannschaftskampf begann mit einer bitteren Niederlage von Konstantin Scheuermann gegen Benjamin Schillinger. Früh begann Schillinger ungestüm mit h4 gen Konstantins Rochade-Stellung zu stürmen. Dem h5 entgegenzusetzen, war keine Notwendigkeit und spielte in die Hände Schillingers. Leider befand sich Konstantin hiernach immer mehr in Schwierigkeiten und fand kein Entrinnen. Das anschließende Remis von Hussain Chaltchi gegen Kevin Gadzali entsprach im Großen und Ganzen dem Spielverlauf, wobei leichte Vorteile eher auf Seiten des Rochade-Vizepräsidenten zu finden waren. Anschließend einigte sich Alexander Hatz in ausgeglichener Stellung gegen den starken Fabrizio Barbanero am Spitzenbrett leistungsgerecht auf ein Remis. Den Tag hätte eigentlich Florian von der Ahé mit seinem Sieg gegen Kenneth Brezinka für die Rochade II krönen können.
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Remis der Rochade ein Pyrrhus-Sieg

Kuppenheimer Titel-Chancen sinken trotz verteidigter Tabellenführung

Sieg im Opferstil: Markus Merklinger

Die Tabellenführung mit einem 4:4 verteidigt – und doch der Verlierer des Wochenendes: Das Remis der Rochade Kuppenheim gegen Oberwinden entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Pyrrhus-Sieg. Aktuell bleibt die Schachge- meinschaft damit zwar mit einem halben Brettpunkt Vorsprung an der Verbandsliga-Spitze vor dem Widersacher. Allerdings wird bei Punktgleichheit das Kuppenheimer kampflose 8:0 über Horben am siebten Spieltag herausgerechnet, weshalb Oberwinden nahezu sicher Meister wird. Der Tabellenzweite benötigt zum Abschluss nur ein 4,5:3,5 gegen das Schlusslicht Horben. Die Rochade müsste dann Lahr mit 7,5:0,5 in die Schranken weisen. Eher bauen die Kuppenheimer darauf, dass kein badischer Zweitligist absteigt und somit zwei Teams aus der Verbands- in die Oberliga aufsteigen. Dafür müsste Buchen in der Schlussrunde der zweiten Liga Speyer-Schwegenheim im Kellerduell bezwingen. Die BGB ist dabei in Bestbesetzung leichter Favorit. Die Tabellenkonstellation ist dabei ungewöhnlich: Gleich fünf Mannschaften weisen 12:4 Punkte auf!
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Mittelfeld-Platzierungen für Nachwuchs

Jugendturnier in Ettlingen

Patrick Gottwald (links) und Daniel Wörner zeigen stolz ihre Urkunden vor

Ein Quartett der Rochade hat beim Jugendturnier des SK Ettlingen teilgenommen. Dabei schnitten die Jungs von Thomas Braun passabel ab, obwohl sie noch nicht über viel Turniererfahrung verfügen. In der U14 sammelte Daniel Held mehr als die Hälfte der Punkte und war mit vier Zählern nach sieben Runde Achter. Auf Rang elf kam Malte Rübenkönig ein, der drei Punkte holte. In der U10 kam Patrick Gottwald (3,5) auf Platz 14. Knapp dahinter folgte Daniel Wörner (3) auf Position 18.

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Dritte gegen starke Sasbacher ohne Chance

1:7 Pleite gegen einen souveränen Tabellenführer / Klassenerhalt trotz Niederlage gesichert

Realoptimist: Kapitän Sascha Schmidt

Von Sascha Schmidt
Im letzten Heimspiel in dieser Schachsaison gastierte die starke Sasbacher Reserve im alten Kindergarten in Kuppenheim. Der Tabellenführer der mittelbadischen Bezirksklasse trat wie erwartet in Besetzbesetzung an und gewann verdient mit 7:1. Daniel Held an Brett 8 büßte eine Leichtfigur ein und musste als erster nach über eine Stunde gegen Anton Talosch die Waffen strecken. Nicht anders erging es Jakiv Probka, der für sein offensives Angriffsspiel bekannt ist. Leider ließ er sich im Mittelspiel von Alexander Meier auskontern und verlor ebenfalls eine Leichtfigur und kurz danach seine Partie. Einen halben Punkt an Brett 3 für den Rochade-Achter fuhr Waldemar Schlangen ein, nachdem er sich in ausgeglichener Stellung mit Bastian Jansen auf ein Remis einigte. Am Spitzenbrett opferte Hans-Erich Gubela einen Bauern, um die Stellung zu öffnen und die Initiative zu erlangen. Dem Angriffswirbel hatte Kai Götzmann bald nichts mehr entgegen zu setzen und musste seinem Kontrahenten zum Gewinn gratulieren. Die Sasbacher, die an diesem Abend eine Klasse besser waren, stehen verdient kurz vor dem Aufstieg in die Bereichsliga.
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„Talent wird überschätzt“

Buch des Informatikers Patrick Karcher bietet „innovative Denkmodelle“

Karcher – Tkachuk: Weiß gewinnt – nicht ohne Talent

Von Hartmut Metz
Von SAP lernen heißt siegen lernen. Nun hat der Walldorfer Konzern bis dato kein Schachprogramm auf den Markt gebracht – aber ein Beispiel zur Ver- besserung der Spielstärke hat sich auf Umwegen durch die Software-Schmiede doch ergeben: Der Wirt- schaftsinformatiker Patrick Karcher orientierte sich an seinem Denkmodell für das komplexe Spiel auf den 64 Feldern an „meinen Erfahrungen mit der Abbildung komplexer Softwaresysteme bei SAP“. Diese verein- fachten Regeln mündeten erst in beliebte Lektionen auf der populären Webseite der Rochade Kuppenheim, die täglich fast 5000 Besucher verzeichnet. Nachdem mehrere Fans sich nach einer „Zusammenfassung erkundigten“, schritt der Verbandsligaspieler zur Tat und begeisterte den Joachim Beyer Verlag für sein Werk „DWZ-Plus – Talent wird überschätzt“ (188 Seiten, 22,80 Euro). Der letzte verbliebene große deutsche Schachbuch-Verlag fand Gefallen an den „innovativen Denkmodellen“. Der gebürtige Gaggenauer, der beim SK Ottenau schon mit sechs Jahren erstmals ans Brett ging, bediene sich eines „ungewöhnlichen Ansatzes, der teilweise auch ungewohnte Begrifflichkeiten einsetzt“, heißt es zutreffend im Klappentext.
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Rochade-Senioren Bezirksmeister

3,5:0,5-Sieg über Vimbuch/Weitenung

Die Senioren-Spielgemeinschaft der Rochade Kuppenheim mit den SF Hörden ist auf Anhieb Bezirksmeister geworden. Im dritten Match der mittelbadischen Runde setzte sich das von Norbert Frühe betreute Team mit 3,5:0,5 bei der SG Vimbuch/Weitenung durch. Mit 5:1 Punkten sicherte sich Hörden/Kuppenheim souverän den Titel. Lediglich Lichtental/Baden-Baden hielt mit und blieb bei 4:2 Zählern auch ungeschlagen. In Vimbuch beeindruckte Gerd Merkel: „Er hat wie ein Großmeister gespielt“, kommentierte Velimir Kresovic begeistert die Partie gegen Günter-Paul Schröter. Spannend verlief aber auch offensichtlich die Partie des Serben.
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Rochade-Nachwuchs reif fürs Turmdiplom

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Bild links: Daniel Wörner (von links), Lars Borgmann, Maximilian und David Wagner präsentieren stolz ihr Turm-Diplom. Bild rechts: Patrick Gottwald (von links) schaffte ebenso wie Maximilian Wagner, Lars Borgmann, Luca Papagno und David Wagner das Turm-Diplom.

Die Nachwuchsspieler der Rochade Kuppenheim haben eine weitere Stufe zum Königs-Diplom gemeistert: Patrick Gottwald, Maximilian und David Wagner, Lars Borgmann, Luca Papagno, sowie Daniel Wörner haben das Turm-Diplom errungen. Die Jugendtrainer Thomas Braun und Ralf Gantner überprüften mit dem Test des Deutschen Schachbundes (DSB) das Können ihrer Schützlinge anhand von zwölf Aufgaben, die in einer vorgegeben Zeitspanne zu lösen sind. Das Sextett bewältigte die Fragen zu Matt-Ideen und grundlegenden Taktiken wie ein Abzugsschach oder eine Figuren-Fesselung. Nach dem Bauern- und Turm-Diplom sind die Jugendlichen nun reif für die Krönung mit dem Königs-Diplom.
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Sasbach entthront Rochade im Pokal

„Kindergarten“ bezwingt Kuppenheim im Alten Kindergarten mit 3:1

Große Rochade im Pokalfinale: Sasbach entthront Seriensieger

Wachwechsel im mittelbadischen Pokal: Die Rochade Kuppenheim ist als Seriensieger entthront. Die Talente aus Sasbach lösten die Schachgemeinschaft im Bezirk ab. Der aufstrebende Verbandsliga-Konkurrent setzte sich im Endspiel mit 3:1 durch – dabei waren die vier Talente mit einem Schnitt von 14,5 Jahren zusammen knapp jünger als der 59-jährige Rochade-Crack Velimir Kresovic. Die Niederlage von Joachim Kick an Brett vier, der im Kombinationswirbel von Dominik Bohnert die Übersicht verlor, war noch nicht tragisch für die Hausherren. Entscheidend war letztlich Brett eins. Hartmut Metz wähnte sich gegen Marco Riehle auf der Siegerstraße – doch der frischgebackene Einzelpokalsieger des Bezirks überraschte den Spitzenspieler mit einem Damenrückzug, wonach Metz einen Bauern einstellte.
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Der Meister des Blindspiels

Langlebiger Denksportler: Mieses 60 Jahre in der Turnierarena

Schlechter – Mieses: Weiß droht Damenfang – was nun?

Von Hartmut Metz
Jacques Mieses hat zwar nur zwei bedeutende Turniersiege 1907 in Wien und 1923 in Liverpool errungen – dennoch zählt der vor 150 Jahren geborene Leipziger zu den besonderen Schach-Großmeistern. Einerseits trug er als Publizist zur Verbreitung des königlichen Spiels in ganz Europa bei (Fortsetzung der Schachspalte aus der Vorwoche). Andererseits hatte kein Ass eine solch lange Karriere wie Mieses: Ein halbes Jahrhundert nach der Premiere beim legendären Turnier 1895 im englischen Seebad Hastings war der 80-Jährige zum Jahreswechsel 1945/46 einmal mehr zur Stelle. 60 Jahre lang mischte der Jude in der Turnierarena mit – länger als jeder andere Großmeister. Am 24. Februar 1954, drei Tage vor seinem 89. Geburtstag, starb Mieses als britischer Staatsbürger. 16 Jahre zuvor hatten ihm Freunde in Berlin zur Flucht vor den Nazis verholfen. In London wusste er auch trotz seines hohen Alters mit seiner Domäne selbst Schach-Laien zu begeistern:
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Mister Meises ist Meister Mieses

Der erste Schach-Entertainer wurde vor 150 Jahren geboren

Mieses – Janowski: Wo Hindemith der weißen Dame?

Von Hartmut Metz
Ganz an die Spitze hat es Jacques Mieses im Schach nicht geschafft. Emanuel Lasker zeigte dem gebürtigen Leipziger, der vor 150 Jahren am 27. Februar 1865 das Licht der Welt erblickte, schon früh seine Grenzen auf. Im Duell der deutschen Himmelsstürmer deklassierte ihn der spätere Rekord-Weltmeister (1894 bis 1921) mit fünf Siegen und drei Remis. Doch auch wenn Mieses nur kurz zu den Top Ten zählte, konnte der Spross einer jüdischen Kaufmannsfamilie weit besser als die meisten Protagonisten vom königlichen Spiel leben: Er war der erste Schach-Entertainer, wie Michael Dombrowsky im „Schachkalender 2015“ den Jubilar würdigt. Mieses Talent für Unterhaltung fußte auf seiner Schlagfertigkeit. In New York soll ihn ein Amerikaner gefragt haben: „Sind Sie Mister Meises?“, woraufhin dieser konterte: „Nein, ich bin Meister Mieses.“ Die Lacher hatte der Altmeister mit 88 Jahren auch noch auf seiner Seite, wenn er eine weitere Anekdote zum Besten gab, als ein Spieler in einem Simultan stolz verkündete: „Patt, Sir“ – Mieses aber lächelnd den Irrtum – phonetisch gekonnt – aufklärte:
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