Die Rochade Kuppenheim lädt alle Mitglieder am Donnerstag, 4. Juli, 20 Uhr, zur Jahreshaupt- versammlung in das Spiellokal „Alter Kindergarten“ ein. Die Tagesordnung umfasst vor allem die Bilanzen der Funktionsträger. Wahlen stehen keine auf dem Programm. Wer zusätzliche Tagesordnungspunkte wünscht, kann diese bei Rochade-Präsident Michael Waschek bis 27. Juni beantragen.
Erste zwei Neuzugänge der Rochade
Von Hartmut Metz
Die Rochade hat zwei Neuzugänge zu vermelden, die beide in der dritten Mannschaft zum Einsatz kommen sollen: Sascha Schmidt und Armin Schleser. Letzterer sammelte bisher noch keine Vereinserfahrung, ist aber mit Feuerseifer dabei. Ein „alter Hase“ ist hingegen Schmidt, der aus Durmersheim wechselt. „In den letzten zwei Jahren wuchs in mir der Wunsch, mal in der Bezirksklasse zu spielen um dort weitere schachliche Erfahrungen zu sammeln“, erzählt Schmidt und ergänzt, „deshalb freue ich mich, für die dritte Mannschaft der Rochade spielen zu dürfen und bin auch momentan sehr motiviert.“ Kapitän Fritz Kolb wird es gerne hören! weiterlesen »
Im Einzel geht zweiter Chess960-Titel in Schlussrunde verloren
Von Hartmut Metz
Hartmut Metz ist einen Tag nach dem Sieg bei den Schnellschach-Titelkämpfen des Bezirks bei den deutschen Chess960-Meisterschaften an einem noch größeren Erfolg vorbeigeschrammt. Bei dieser Schach-Variante wird vor jeder Partie die Grundstellung der Figuren unter 960 Möglichkeiten ausgelost. Damit soll die Eröffnungstheorie vermieden werden – dass Metz dies ohne seine schwächste Partiephase entgegenkommt, zeigte sich im Kurhaus in Waldbronn. Selbst gegen den deutschen Rekordmeister Klaus Bischoff hatte der Kuppenheimer Gewinnmöglichkeiten, musste aber am Schluss mit einem Remis zufrieden sein. Allerdings hatte er phasenweise auch enormes Glück – in der vorletzten Runde stellte Metz gegen Achim Hoffmann in einer interessanten Stellung die Dame ein und bekam nur zwei Läufer dafür. weiterlesen »
Metz (li.) – Kresovic: Nichts deutet auf ein schnelles Remis
Mittelbadische Schnellschach-Meisterschaft: Metz hat bessere Buchholz
Von Hartmut Metz
Velimir Kresovic hat bis zur letzten Runde die mittelbadischen Schnellschach-Meisterschaften in Kuppenheim bestimmt. Doch in der letzten Partie verpasste der Oberliga-Spieler den möglichen brillanten Abschluss seines Angriffs mit einem Damenopfer und kam gegen den Hördener Michael Zunker nicht über ein Remis hinaus. Mit 6:1 Punkten hatte Kresovic so das Nachsehen gegenüber Hartmut Metz. Sein Mannschaftskamerad bei der Rochade Kuppenheim gab ebenfalls nur ein Unentschieden ab, nimmt man ihren schnellen Friedensschluss im direkten Vergleich aus. Die bessere Buchholz-Wertung bescherte Metz mit 29,5 gegenüber 28 einen weiteren seiner zahllosen Bezirkstitel. „Ich bin trotzdem zufrieden und habe bis auf die letzte Partie super gespielt“, freute sich Kresovic über seine Leistung. Vor allem gegen Ramadan Raka trumpfte er mit einer fulminanten Attacke auf. weiterlesen »
In Endspielen lassen sich grundsätzliche schachliche Zusammenhänge sehr anschaunlich darstellen. In der vorliegenden Beispielpartie zeigt der Super-GM Nakamura einmal mehr seine Spitzenklasse bei einer präzise vorausgesehenen Gewinnabwicklung! Die weißen Figuren Turm, Läufer, König und Freibauer sind sehr harmonisch aufgestellt und garantieren den Sieg – fast ohne Chancen auf Gegenwehr. Besonders hervorzuheben ist die Idee von 47. Lg8!! im Falle von 46… Kxg5?
[Event "8th Tal Memorial"]
[Site "Moscow"]
[Date "2013.06.15"]
[Round "3"]
[White "Nakamura, Hikaru"]
[Black "Karjakin, Sergey"]
[Result "1-0"]
[ECO "D90"]
[WhiteElo "2784"]
[BlackElo "2782"]
[Annotator "Patrick Karcher"]
[SetUp "1"]
[FEN "7r/p2P4/1p2nk2/2pB2p1/P1P3Pp/5P2/7K/4R3 b - - 0 44"]
[PlyCount "28"]
[EventDate "2013.??.??"]
[EventCountry "RUS"]
44... Nc7 {Weiß droht mit der Gewinnmethode 3 den Bd7 in eine Dame zu
verwandeln. Der Th8 ist an die Deckung des Feldes d8 gebunden. Ohne den Sc7
könnte Weiß mittels Te8 die Kontrolle über das Feld d8 übernehmen. Daher ist
der Sc7 an die Deckung des Feldes e8 gebunden. Die weißen Figuren haben ihre
Optimalposition erreicht: Der Te1 steht auf der (einzigen) offenen e-Linie
(weiter verbessern auf die Felder e6-e8 kann er sich nicht), der Ld5 steht
zentral, gedeckt und schränkt den Kf6 ein, der weiße König steht gut geschützt,
es ist nicht zu erkennen wie er in die schwarze Stellung eindringen könnte.}
45. f4 $3 {Da alle Figuren optimal stehen, ist nicht zu erkennen wie mit einem
aktiven Figurenspiel der Sieg errungen werden kann. Also sollte man die
Transformationen mit Bauerndruchbrüchen kalkulieren.} gxf4 (45... Rd8 $5 {
Scheint am zähesten} 46. Bc6 {Behält den g-Bauern!} (46. fxg5+ $6 {Und einige
Varianten sind nicht ganz klar gewonnen} Kxg5 47. Bc6 $1 Kxg4 48. Re8 (48. Re7
$5) 48... Nxe8 49. dxe8=Q Rxe8 50. Bxe8 $13 Kf5 (50... a6 $2 51. Bd7+ Kf4 52.
Bc8 a5 53. Ba6 {Gewinnmethode 4 = Zugzwang entscheidet}) (50... Kf4 $2 51. Bb5
$1 Kg4 52. Bd7+ Kg5 53. Kh3 Kh5 (53... a6 $2 54. Bc8 $1) 54. Bg4+ Kg5 55. Bc8
Kh5 56. Kg2 Kg5 57. Kf3 Kf6 58. Ke4 $18 {Neu sortierte Rollenverteilung – der
Lc8 hält den schwarzen h-Bauern auf}) 51. Bb5 $18) 46... gxf4 47. Re8 Nxe8 48.
dxe8=Q Rxe8 49. Bxe8 Kg5 50. Kh3 $18 f3 51. Bc6 f2 52. Bg2 a6 53. Bf1) 46. g5+
$3 {Konkret fortgesetzt mit einem Angriff auf den gegnerischen König} Kg6 $1 (
46... Kxg5 $2 47. Bg8 $3 {Schränkt die Wirkung des Th8 massiv durch eine
Verstellung ein! Es droht schlicht d8D; Schwarz kann die Kontrolle über das
Feld d8 nur auf zwei Arten zurückgewinnen. Durch die indirekte Wirkung des
Turmes auf der g-Linie ist das Feld g8 dynamisch gedeckt!} Rxg8 (47... Ne6 48.
Bxe6 $1 {Es gibt noch stärke Züge (aber dieser ist die exemplarische Antwort)})
48. Rg1+ {Gewinnmethode 1} Kf5 49. Rxg8) (46... Kf5 $2 47. g6 $1 Kf6 (47...
Kxg6 48. Bg8 $1) 48. g7 Kxg7 49. Bg8 $3 {Phänomenal!} Rxg8 (49... Kxg8 $2 50.
d8=Q+ $1) 50. Rg1+ Kf7 51. Rxg8 Kxg8 52. d8=Q+) 47. Re5 $1 {Verbesserung der
Figurenposition} Rd8 $1 {Angriff auf Bd7} 48. Be4+ $1 Kf7 (48... Kg7 49. Bf5
Kf7 50. Kg2 $1 {Zugzwang light} Kg7 51. Re7+ {Verbesserung der Turmposition}
Kg8 52. g6 Kf8 53. Rh7 Kg8 54. Kf3 {Schwarz ist stark eingeschränkt und an die
Deckung des d-Bauern gebunden; hat keinen konstruktiven Plan! Weiß verbessert
die Position seines Königs und grast die schwarzen Bauern ab}) 49. Bf5 {
Deckung von Bd7. Beachten Sie die Figurenwirkung jeder einzelnen Figur und die
Harmonie der weißen Armee. Der schwarze König ist eingesperrt (bis auf einen
Bereich von 5 Feldern)} (49. g6+ {Geht auch, hier muss Weiß aber genau rechnen.
..} Kf6 50. Rf5+ Ke7 51. Rf7+ Kd6 (51... Ke6 $2 52. Bf5+ {Und Weiß überdeckt a
tempo den Bd7} Kd6 53. g7 {Gewinnmethode 3}) 52. g7 Ne6 53. Rf8 Nxf8 54. g8=Q
$18) 49... Rh8 (49... Rg8 50. Be4 $1 {Deckt das Feld f3} Rd8 51. g6+ Kf6 52.
Rf5+ Ke7 (52... Ke6 53. g7 Kxd7 54. Rf8 {GM3}) 53. Rf7+) 50. Kg2 a5 51. Kf2 f3
52. Re1 $1 {souverän gespielt, ohne tiefe Berechnungen! Wegen des Zugzwang
light folgte die Aufgabe: 1-0!} h3 {Zum Beispiel...} (52... Kg7 $4 53. Re7+ Kf8
54. d8=Q+) (52... Rd8 53. Kxf3 Rg8 54. Kg4 Rh8 55. Kh3 {Gewinnmethode 4
(Zugzwang)}) (52... Na6 53. Re8 Rxe8 54. Bg6+) 53. Bxh3 Kg6 54. Re5 Rd8 55.
Kxf3 Rf8+ 56. Kg4 Rd8 57. Re7 {Komplette Einschränkung des schwarzen Königs
(steht auf Patt!)} Rf8 58. Bg2 {Droht Le4#} 1-0
Napoleon – Allgaier: Damenfang oder Matt in 3 – Ubicumque felix Napoleo!
Erster deutscher Schachmeister vor 250 Jahren geboren
Von Hartmut Metz
Napoleon Bonaparte musste eine seiner ersten Niederlagen gegen ihn hinnehmen. Doch die erlitt der französische Kaiser 1809 noch auf einem der kleinsten Schlachtfelder: dem Schachbrett. Am Wiener Hof trat Napoleon zum Zeitvertreib gegen den Schachautomaten an – und verlor in 24 Zügen. Der Automat von Baron Wolfgang von Kempelen galt als Sensation, konnte sich doch niemand erklären, warum die Maschine „denkt“. Sie war jedoch ein Wunderwerk der Mechanik. Der Tüftler von Kempelen hatte darin einen kleinen Schachmeister versteckt, der durch Hebel die Figuren auf dem Brett bewegte. Hinter diesem saß eine mit Turban orientalisch gekleidete Figur, der „Türke“. Vor jeder Vorstellung öffnete der Erfinder mehrere Türen des Schachautomaten, so dass die Schaulustigen niemanden im Kasten unter dem Brett wähnten. In Schönbrunn 1809 saß vermutlich Johann Baptist Allgaier im „Türken“. weiterlesen »
Badischer Pokal: Nach 3:1 in Pforzheim wartet Brombach im Viertelfinale
Von Hartmut Metz
Die Rochade Kuppenheim hat sich im Achtelfinale des badischen Pokals zu einem 3:1 über Verbandsligist Pforzheim gemüht. In der Runde der letzten acht Teams trifft der Titelverteidiger am 30. Juni zu Hause auf Oberliga-Absteiger Brombach. Der Erfolg in der Goldstadt fiel weniger klar aus, als es das Resultat suggeriert. Allein Spitzenspieler Timothée Heinz zeigte eine überzeugende Leistung. Eröffnungs-Guru Stefan Bücker, der mit innovativen Systemen, schönen Büchern und dem Magazin „Kaissiber“ vielen ein Begriff ist, wurde aus der Eröffnung heraus ausgespielt. Heinz hatte sich sehr gut vorbereitet und rupfte Bückers Spezialvariante, den „Geier“ (siehe Partie). „Spiel auf ein Tor“ gab es auch an Brett zwei – allerdings schien Markus Hilzinger gegen Hubert Schuh sehr gute Aussichten zu genießen weiterlesen »
Im Partieverlauf kommt es immer wieder zu Situationen, in denen es einen besonders starken Zug gibt: Oft sind das Angriffszüge, manchmal aber auch Deckungszüge oder eine Verstellung. In den folgenden Partieausschnitten finden Sie 7 starke Züge angereichert mit einigen taktischen Varianten. (Patrick Karcher)
2 . Offene Deutsche Meisterschaft im Chess- 960 Schnellschach
Von FM Dirk Paulsen
Aus Anlass des 9. Waldbronner Chess960 Open am kommenden Samstag, dem 16.6. ein Text von mir zum Thema Schach 960. Wer Spaß dran hat kann ihn sich ja mal anschauen. Es soll eine objektive Gegenüberstellung sein. Ein paar praktische Beispiele zur Aufhellung, Erheiterung, Unterhaltung, zum Studium, zu Lernzwecken oder zur Einführung sind ebenfalls dabei. Bemüht hat man sich wie stets natürlich, dass es nicht übertrieben trocken wird. Wobei es, zugegeben, doch eine ganze Menge Text ist, der lediglich durch ein paar Diagramme angereichert ist. Viel Spaß also bei der Lektüre demjenigen, der sich durch die einführenden Worte nicht abschrecken ließ. Chess960 Waldbronn – Ausschreibung 2013
Aronian – Karjakin: Der nächste schwarze Zug entscheidet sofort
Jüngster Großmeister stiehlt Magnus Carlsen beim Heimspiel die Schau
Von Hartmut Metz
Alle Welt redet nur noch vom Norweger Magnus Carlsen. In der Skifahrernation hat der WM- Finalist, der im November Weltmeister Viswanathan Anand in Indien herausfordert, natürlich auch einen Hype ausgelöst. Der 22-Jährige belegte bei der „Wahl zum Sportler des Jahres“ Platz drei knapp hinter der Biathletin Tora Berger und dem Mittelstreckenläufer Henrik Ingebrigtsen. Dank des souveränen Weltrang- listenersten bewarben sich die Skandinavier auch erfolgreich für die Schach-Olympiade 2014 in seiner nordnorwegischen Heimatstadt Tromsö – und das erste Superturnier wurde nun im Land der Fjorde ausgetragen. Die Schau stahl Carlsen aber ein Gleichaltriger vom Jahrgang 1990 der noch vor ihm für Aufsehen sorgte: Sergej Karjakin. Der im ukrainischen Simferopol geborene Russe wurde mit zwölf Jahren und sieben Monaten jüngster Großmeister. Selbst Carlsen kam an diesen Rekord nicht heran weiterlesen »
Jugendleiter Thomas Braun (hintere Reihe, von links) und die Nachwuchstrainer Ralf Gantner und Hussain Chaltchi haben die Preise an die erfolgreichen Kinder überreicht
Jugendturnier der Rochade Kuppenheim
Von Hartmut Metz
Malte Rübenkönig hat sich beim 5. Sparkassen-Cup erneut die Krone aufgesetzt. Das Talent wurde beim Schach-Turnier der Rochade Kuppenheim wieder einmal Erster. Rübenkönig lag nach den sieben Runden mit 5,5 Punkten deutlich vor Daniel Held und Fabio Ewald. Die beiden Verfolger kamen auf jeweils vier Zähler. Den Sprung aufs Podest verpasste Dren Krasniqi knapp um einen halben Punkt. Als bestes Mädchen heimste Jenny Greiser ebenso noch einen Preis ein wie die hinter Krasniqi nächstplatzierten Daniel Wörner und Nikita Held. Die Sparkasse Baden-Baden-Gaggenau garantierte einmal mehr einen gut gefüllten Preistopf für den Nachwuchs. Die Rochade-Trainer Hussain Chaltchi und Ralf Gantner sowie Jugendleiter Thomas Braun organisierten das Turnier. Letzterer kündigte an, dass die Schachgemeinschaft im Herbst ein weiteres Turnier ausrichten wird.
Bernhard – Gorges: Schwarz gewinnt gegen den Turnierfavoriten (weiteres) Material und (später) die Partie
Rochade-Webmaster legt beim Kongress 40 DWZ zu
Von Hartmut Metz
Gerhard Gorges trumpft derzeit auf: Nach seinem Husarenritt im Weitenunger Vereinspokal hat der Rochade-Webmaster nun auch beim Badischen Schachkongress in Birkenfeld überzeugt. In der C-Gruppe (bis 1600 DWZ) fehlten dem an Position 10 gesetzten Spieler nur wenige Buchholz zu Platz zwei. Mit fünf Punkten landete Gorges nach sieben Runden auf dem sehr guten vierten Platz. Ein Zuwachs von rund 40 DWZ tröstete den Kuppenheimer Bezirksliga-Spieler über den knapp verpassten Sprung aufs Podest hinweg.