Angreifer lassen Springer nach vorne stieren

Die Theorie des Figurenpostierens von Typ A bis Zentrist
Von Hartmut Metz
„Beim Ziehen warf er seine Figuren fast wie Dartpfeile auf ihre Felder. Sie landeten immer in der Mitte des vorgesehenen Feldes. Wenn er seine schlanken, flinken Finger mit elegantem Schwung von einer Figur nahm, wirkte er wie ein Konzertpianist. Machte er einen schwachen Zug, was selten genug vorkam, setzte er sich kerzengerade auf und sog Luft ein, was wie das Zischen einer Schlange klang.

Wenn er eine Blitzpartie verlor, was noch seltener geschah, schob er wie angeekelt die Figuren von sich zur Mitte des Bretts. Seine Nasenflügel bebten dabei, als rieche er etwas Ekliges.Er behauptete, er könne die Stärke eines Spielers daran erkennen, wie dieser die Figuren berührte. Schwache Spieler zogen sie ungeschickt und unsicher, starke Spieler selbstbewusst und elegant.“

Nicht nur diese Szene mit Bobby Fischer beschrieb Frank Brady in seiner exzellenten Biographie Endspiel 1) trefflich. In alten Filmen über den Weltmeister von 1972 sieht der Betrachter, wie Fischer beim Nachspielen von Partien geradezu aufreizend seine Figuren aus dem Handgelenk aufs Brett wirft. Das, das und das … Im Stakkato stechen sie auf den hölzernen Untergrund ein. Zweifel dürfen aber angebracht sein, dass die mit 64 verstorbene Legende auch anhand der Figurenberührungen erkannte, wie stark Spieler sind: Bei einem Garri Kasparow mag das gelingen, doch Magnus Carlsen hat eher etwas Schleichendes – und wie sollen erst introvertierte Großmeister wie Wassili Iwantschuk und vor allem David Navara optische Stärke beim Ziehen beweisen? Humbug! Die gleichmäßigen Zinnen des Turmes und die Krone der Dame sind untauglich für visuelle Scharmützel. Auf die Bischofsmützen der Läufer und ihre leichte Einkerbung achtet niemand. Ganz zu schweigen von den Bauern, die aus allen Winkeln gleich aussehen! Manchem mag die Königskrone wichtig sein. Aber bei den Springern! Manisch stelle ich sie in Turnierpartien aus Gewohnheit so auf, dass beide die feindlichen Heerscharen aggressiv mit beiden Augen fest ins Visier nehmen. Stets bereit, jeden Bauern und jede Figur zu vernichten! So macht es jeder Angriffsspieler, der das Königsgambit nicht scheut, bilde ich mir ein. Macht er das?

Boloban-Nakamura

Eine „wissenschaftliche“ Feldstudie in der Bundesliga soll das klären. Beim Heimspiel von Serienmeister OSG Baden-Baden zeigt sich bei diesem Pilotprojekt rasch: Kaum einer stellt die Springer unbedacht hin, fast jeder hat seinen Tick – wenn auch oft unbewusst. Vier Haupttypen kristallisieren sich dabei heraus: Die meinem Beispiel folgenden mit Nüstern nach vorne (Typ A), die seitlich platzierende Fraktion – mit gegenseitig im Auge behaltenden Pferdchen (Typ PS) oder an einen gemeinsamen Flügel schielenden (Typ PF) – sowie die „45-Grad-Winkler“, die ihre Gäulchen auf eine Felddiagonale setzen. Für gewöhnlich lugen sie in Richtung Zentrum, weshalb wir diese Spezies Zentristen nennen – das hat aber nichts mit Zen und triste zu tun, auch wenn die Kämpfernaturen verzweifelt nach innerer Harmonie mit ihren 16 Puppen streben …
Beide nach außen blicken lässt keiner und nur auf sich selbst lässt auch keiner die Springer zurückschauen. Das wäre doch zu abstrus, wenn die geriffelte Mähne dem Gegner entgegengereckt würde. Das machen selbst Spieler nicht, die kaum auf ihre Springer-Ausrichtung auf der Mini-Koppel achten (Typ U – für unkontrolliertes Setzen). In der Schweiz – wo sonst? – fand sich dann noch Monate später nach intensiver Forschung eine weitere, besonders exotische Spezies: Die Springer stehen auch seitlich, blicken indes beide an den Brettrand ihres Flügels. Sehr seltsame Schweizer Springer (Typ S)!

Der aktuelle Weltmeister „outet“ sich in der Kurstadt als Angriffsspieler, auch wenn er dies an einem rabenschwarzen Tag gegen Sergej Tiwiakow nicht zeigen kann: Viswanathan Anand lässt konsequent seine Springer mit beiden Augen nach vorne schauen. Seine schärfsten Rivalen, von denen inzwischen zwei Mannschaftskameraden sind, aber diesmal nicht für die OSG spielen, unterscheiden sich merklich von ihm: Der Weltranglistenerste Magnus Carlsen lässt sie sich anblicken (sofern sie nicht in einer Linie stehen, was wohl normal sein dürfte). Der hinter ihm folgende Lewon Aronjan achtet gar nicht auf die Springerstellung, scheint es. Er ist auch der einzige Topspieler, bei dem das Gäulchen gelegentlich mal auf die eigene Grundreihe oder leicht schräg nach hinten schielt! Und Wladimir Kramnik richtet die Springer fast immer in Richtung Damenflügel aus. In wenigen Fällen schauen beide auf den Königsflügel. Also alle außer Anand Positionsspieler, wobei Aronjan einen Schuss mehr Kreativität zeigt als der Rest der Top 4?
Die neu aufgestellte Theorie mit dem Angriffsspieler belegen die beliebtesten Asse dahinter umgehend: Für den aggressiv gestimmten Amerikaner Hikaru Nakamura gibt es natürlich nur eine Richtung: Schimmel wie Rappen blicken immer 90 Grad nach vorne! Auch bei der kombinationsstarken Judit Polgar nehmen die Pferdchen meist diese Position ein. Beim Bulgaren Wesselin Topalow oder dem „Hexer von Riga“, Alexej Schirow, sowieso. Genauso bei der deutschen Nummer eins: „Ich stelle die Springer schon seit 20 Jahren so auf. Daher fühlt es sich nach 3000 Partien normal an. Ich achte aber nicht darauf, wie andere diese stellen“, erzählt Taktiker Arkadij Naiditsch. Weniger hätte man allerdings die forsche Aufstellung dem feinsinnigen Robert Hübner zugetraut! Beim ehemaligen Kandidaten-Finalisten, der schon Autogramme betont klein kritzelt, hätte wohl jeder gemutmaßt, dass sich die Springer anblicken oder gemeinsam gen Flügel blicken (wenn nicht gar verschämt, ja vorwurfsvoll auf den ach so schrecklichen Patzer zurücklugen!). Wenigstens Jan Gustafsson enttäuscht einen nicht. Beim schlaksigen Leisetreter aus Hamburg schauen sich die Springer immer an. Der noch ruhigere Michael Adams hält es wie Carlsen: „Die beiden Springer müssen sich im Auge behalten. Das halte ich stets so! Was der Gegner mit ihnen macht, beachte ich nie. Aggressive Spieler lassen sie aber sicher nach vorne blicken“, meint der britische Weltklasse-Großmeister und weiß sich eins mit seinem Baden-Badener Klubkameraden Etienne Bacrot. „Ich finde, dass sich die Springer anschauen sollten. So sind sie am leichtesten zu ziehen“, nennt der Franzose erstmals einen praktischen Grund für sein Gehabe. Anand-Bezwinger Tiwiakow ist sogar nur haptisch orientiert: „Die Springer setze ich unbewusst. Ich nehme den Springer, wie er ist, und stelle nur fest, ob er schmal und gut zu packen ist.“ Diese Erklärung für die Platzierung erscheint auch David Baramidze logisch: „Meistens stelle ich die Springer seitlich auf. Dann sieht man sie besser. Außerdem sind sie besser anzufassen, finde ich. Ich achte nie darauf, was der Gegner mit seinen anstellt. Und bei mir verläuft das auch selbst unbewusst.“

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Ähnlich äußert sich die ebenfalls für Hockenheim am Brett sitzende Elisabeth Pähtz. „Ich achte nicht darauf, wie ich die Springer setze. Vielleicht habe ich Phasen, in denen ich das gleichförmig mache“, sagt die deutsche Spitzenspielerin. Pähtz würde es „nur stören, wenn die Springer nach außen oder nach hinten schauen würden. Wie ich sie platziere, hängt wohl auch damit zusammen, woher er kommt. Spiele ich den Springer von f3 nach d4, schaut er auf den Damenflügel“. Wie Pähtz justiert ihr Hockenheimer Mitspieler Martin Neubauer die Kavallerie in einem Winkel von 45 Grad zum Feld. „Zu Beginn postiere ich sie diagonal nach vorne“, bestätigt der österreichische Internationale Meister (IM), dass das bei ihm kein Zufall ist. Zentrist Neubauer zeigt sich zudem überzeugt: „Wer die Springer seitlich stellt, ist Positionsspieler. Die mit dem Blick nach vorne sind forscher und Angriffsspieler!“ Der Trierer Sponsor und IM Dietmar Kolbus pflichtet bei: „Bei mir schauen die Springer nach vorne – das ist die Marschrichtung!“ Ähnlich sieht es Rainer Buhmann, auch wenn der Mannschafts-Europameister einräumt, sich „bei der Springer-Aufstellung noch nie etwas gedacht“ zu haben. „Ich fand immer, dass sie nach vorne gehören, da haben sie den Gegner im Auge. Zwei Kriegsheere müssen einfach vom Ursprung des Spiels her nach vorne schauen!“, unterstreicht Buhmann und gewährt weitere Einblicke in sein Figurenleben, „ich achte deshalb auch darauf, dass die Krone gerade steht. Nur beim Läufer ignoriere ich die Ritze – und Dame wie Turm kann man ja drehen, wie man will … Manche Spieler stellen ihre Springer so hin, dass sie sich anblicken. Aber was machen die dann, wenn einer weg ist?“, fragt sich der Hockenheimer. Dann sollte sich das Motto „Getrennt marschieren, vereint schlagen“ des preußischen Generalfeldmarschalls Helmuth Karl Bernhard von Moltke in den Idealfall beim kriegerischen Brettspiel wandeln: Gegner alleine ersticken!

capa

Das abschließende Urteil beim Bundes- liga-Wochenende gehört dem obersten Schachspieler des Landes, dem Präsidenten des Deutschen Schach- bundes (DSB): „Die Springer schauen bei mir immer nach vorne, wenn ich mir das bewusst mache“, bekennt Herbert Bastian, der in Baden-Baden auch schon in den 80ern beim Großmeister-Turnier mit Viktor Kortschnoi, Tony Miles und Zoltan Ribli mitmischte. Der saarländische Rekordmeister beob- achtet die Rappen besonders, erzählt er. „Die schwarzen Springer sind meine Lieblingsfiguren wegen Karl May. Rih (Anmerkung: das Pferd von Kara Ben Nemsi) war meine Lieblingsfigur“, nennt der IM einen Grund aus Kindheitstagen und schiebt einen schachlichen hinterher, „als Königsindisch-Liebhaber hat man natürlich eine besondere Affinität dazu.“ Den virtuosesten Einsatz der tückischsten Figur schreibt der DSB-Boss Ex-Weltmeister Kramnik zu. „Er spielt fantastisch mit den Springern – Anand macht das auch gut, aber Kramnik ist mit diesen noch besser.“ Das aber nur am Rande. Wichtiger ist: Die Typisierung empfindet Bastian auch als eindeutig: „Die Angriffsspieler lassen ihn nach vorne schauen; der Positionsspieler setzt schräg!“

Ketino

Eine ungewöhnliche Unterspezies der „Seitensteller“, die Pähtz so abschreckt, findet sich Monate später in der Schweiz. Beim Nationalliga-Match der SG Riehen gegen Solothurn fällt das Brett von Niklaus Giertz auf. Mein Mannschaftskamerad lässt den Springer auf b1 links rausschauen und den auf g1 rechts! Das wirkt so selten wie die vom Aussterben bedrohten Przewalski-Pferde! „Ich glaube, dass ich sie jeweils die ganze Partie in dieser Position lasse, das ist mir jedoch nicht ganz bewusst. Bewusst ist nur die Anfangsaufstellung“, macht sich Giertz erstmals Gedanken darüber, „die Begründung dafür ist für mich vor allem eine ästhetische. Ich finde, zum Gesamtbild der Anfangsaufstellung passt diese Formation am besten: Wenn man sich die Ausgangsstellung als Burg vorstellt, dann sind König und Dame in der Mitte geschützt und die Springer halten nach links und rechts Ausschau.“ Aber was suchen sie da? Wollen sie dort Kaffee aus Eimern saufen? Oder was sonst stellen die Schachspieler rechts und links neben das Brett, was einen Springer interessieren könnte? Fragen über Fragen! Der FIDE-Meister aus Basel gibt aber auch Antworten und formuliert nebenbei eine Quintessenz der ersten großen Feldstudie: Selbst mag man an ein furchteinflößendes Postieren der Schlachtrosse mit Blick nach vorne glaubenden Rivalen am Brett beeindruckt das herzlich wenig, weil keiner auf die Justierung der feindlichen „Hüpfer“ achtet. „Was der Gegner macht, kümmert mich nicht groß. Ich denke, das ist seine Freiheit, solange die Figuren nicht unschön stehen, zum Beispiel nicht in der Mitte des Feldes, was meiner Meinung nach den Gegner stört“, unterstreicht Giertz und weiß sich zu helfen, „in ganz extremen Fällen nehme ich mir sogar die Freiheit, Figuren des Gegners, die über den Feldrand lugen, mit einem ,j’adoube’ zurechtzurücken. Das ist aber in den seltensten Fällen notwendig.“ Um weitere, noch eindeutigere Feldstudien im Dienste der ernsten Wissenschaft betreiben zu können, sollte der Weltverband FIDE selbstgehäkelte kleine Scheuklappen in Gelb und Orange zulassen! Dies würde eine noch tiefgründigere Analyse der Blickrichtung der Springer im Partieverlauf gestatten – speziell wenn die Gäule durchgehen und der Königsspringer zum Damenspringer wird und umgekehrt…
Nachstehend die Typisierung zahlreicher Spieler, zu der Schachkalender-Herausgeber Arno Nickel ausgiebig Namen beisteuerte, die ihm bei der Suche nach Bildmaterial in meinem Fotoarchiv aufgefallen waren.

andersson

Eine vage Statistik ergab unter 235 meisterlichen „Jockeys“ am Brett die folgende Verteilung: Typ A: 75 (31,9%), Typ P: 90 (38,3%), Typ Z: 30 (12,8%); Typ U: 40 (17%).

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Typ A (wie Angriffsspieler), beide Springer schauen nach vorne: 2) Viswanathan Anand, Herbert Bastian, Rainer Buhmann, Jan Ehlwest, Boris Gelfand, Stephen Gordon, Alexander Graf, Alexander Grischuk, Michail Gurewitsch, David Howell, Robert Hübner, Niclas Huschenbeth, Wassili Iwantschuk, Wladimir Jepischin, Artur Jussupow, Dietmar Kolbus, Martin Krämer, Christopher Lutz, Luke McShane, Arkadij Naiditsch, Jewgeni Najer, Hikaru Nakamura, Predrag Nikolic, Judit Polgar, Krishnan Sasikiran, Alexej Schirow, Philipp Schlosser, Almira Skriptschenko, Antoaneta Stefanowa, Henrik Teske, Wesselin Topalow, Andrej Wolokitin.

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Typ PF (wie Positionsspieler mit Hang zum Flügel), beide Springer blicken auf einen Flügel: Etienne Bacrot, Arik Braun, José Raoul Capablanca, Anatoli Karpow, Garri Kasparow (fast immer auf den Damenflügel blickend), Wladimir Kramnik (meist auf den Damenflügel), Peter Heine Nielsen, Lothar Vogt.

 

 

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Typ PS (wie Positionsspieler mit Hang zur Sichtkontrolle), beide Springer blicken sich an: Peter Acs, Michael Adams, Jewgeni Barejew, Michael Bezold, Magnus Carlsen, Jan Gustafsson, Zoltan Gyimesi, Pavel Jaracz, Peter Leko, Robert Ruck, Francisco Vallejo Pons, Loek van Wely.

 

 

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Typ P (wie Positionsspieler, seitlich aufgestellte Springer mit beliebiger Blickrichtung): Klaus Bischoff, Dimitri Bunzmann, Wereslaw Eingorn, Daniel Fridman, Curt Hansen, Ludger Keitlinghaus, Robert Kempinski, Michal Krasenkow, Felix Levin, Erik Lobron, Sergej Mowsesjan, Mladen Muse, Jan Nepomnjaschtschi, Aaron Nimzowitsch, John Nunn, Jozsef Pinter, Gabriel Sargissjan, Sebastian Siebrecht, Andrei Sokolow, Jan Timman, Raj Tischbierek, Rafael Waganjan.

 

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Typ Z (wie Zentrist), beide Springer stehen im Winkel von bis zu 45 Grad auf ihrem Feld und blicken nach vorne (üblicherweise in Richtung Zentrum): Falko Bindrich, David Bronstein, Ketino Kachiani-Gersinska, Gata Kamsky, Leonid Kritz, Robert Kuczynski, Martin Neubauer, Elisabeth Pähtz, Roman Slobodjan, Ivan Sokolov.

 

 

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Typ U (wie unkontrolliert oder unbestimmt), überwiegend zufällige bzw. wechselnde Springerstellung: Ulf Andersson, Lewon Aronjan, David Baramidze (mit Tendenz zur Seitenpostierung), Peter Enders, Bobby Fischer (stellte die Springer am ehesten seitlich auf, manchmal auf alten Filmen auch etwas unkoordiniert schräg), Vlastimil Hort, Sergej Karjakin, Rustam Kasimdschanow, Stefan Kindermann, Viktor Kortschnoi (aber oft mit Blick der Springer nach vorne), Thomas Luther, Gerlef Meins, Alexander Morosewitsch, Liviu-Dieter Nisipeanu, Dirk Poldauf, Ruslan Ponomarjow, Teimour Radjabow, Alexander Schabalow, Roland Schmaltz, Ilja Schneider, Boris Spasski, Peter Swidler, Sergej Tiwiakow, Wladislaw Tkatschiew, Wolfgang Uhlmann.

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Typ S (wie seltsam), beide Springer stehen seitlich und blicken in entgegengesetzte Brettränder: Niklaus Giertz.

 

 
 

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Typ E (wie Enterprise oder E.T.), postiert seine Springer im 3-D-Schach auch mal übereinander: Mister Spock.

 

 

Artikel als pdf-Datei downloaden | Special edition auf http://www.chess-international.de/

1) Die deutsche Ausgabe erschien 2012 im Riva Verlag (München), Hardcover, 395 S.; die amerikanische Originalausgabe ist von 2011, erschienen bei Crown Publishers, New York.
2) Bei historischen Größen wurden zufällig gefundene mehrere Bilder zur Ermittlung herangezogen, ansonsten diente meist die Bundesliga in Baden-Baden als Forschungsobjekt.

Wie setzen Sie Ihre Springer?

Edition Marco

Edition Marco

Umfrage statt Schachspalte
Beim Badischen Tagblatt (BT) in Baden-Baden gibt es diesen Samstag kein Wochenend-Magazin – stattdessen erscheint der Jahresrückblick. „Schach“ mag vielleicht irgendwo als Wort auftauchen, aber eine komplette Schachspalte gibt es deshalb diese Woche im BT nicht. Dafür aber eine interessante Umfrage! „Schachkalender“-Herausgeber Arno Nickel bat Hartmut Metz, doch für die neue Ausgabe des Jahres 2013 auch einen Text beizusteuern – nachdem der Kuppenheimer Journalist bisher 29 Mal nicht dabei war. Gerne nahm er die Auf- und Herausforderung an und reihte sich in die Riege der Autoren um Robert Hübner ein. Der vieljährige deutsche Vorkämpfer widmete sich im Übrigen diesmal dem 100. Geburtstag seines früheren Kölner Vereinskameraden, dem deutschen Meister Dr. Paul Tröger.
Metz kam in den Sinn, eine bisher noch nie dagewesene „halbseidene wissenschaftliche“ Untersuchung zu machen: Wie postieren die Spieler ihre Springer? Für ihn selbst ist es bis heute „natürlich“, die beiden Gäulchen nach vorne schauen zu lassen. „Angriffsspieler machen das so“, glaubt Metz. Positionsspieler setzen sie seitlich, so dass sie sich im Auge haben, begründen Großmeister. Zahlreiche Asse machten sich Gedanken darüber, wie und warum sie ihre Springer so justieren.
Lesen Sie den Beitrag, den Edition Marco aus dem neuen „Schachkalender 2013“ (Hardcover, 320 Seiten, 14,80 Euro) freundlicherweise freigab. Danach stimmen Sie auch ab: Sind Sie auch ein „Angreifer“-Typ oder eher „Zentrist“? Klicken Sie unten auf einen der sieben Buttons. Jeder darf nur einmal abstimmen. Danach erhalten Sie den Stand der Auswertung (das Ergebnis können Sie auch später jederzeit nachlesen beziehungsweise finden Sie im „Schachkalender 2014“):

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gepostet unter: Kolumne von Gerhard Gorges | 4 Kommentare | nach oben
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