Metz spielt beim Schachfestival in Basel „interessant“

Modisch nahezu unschlag- bar: Hartmut Metz Foto: Uwe Zinke

Nicht unbedingt gut, aber „interessant“ hat Hartmut Metz beim Schachfestival in Basel gespielt. Mit 4/7 lag der Kuppenheimer letztlich im Bereich seiner Ratingzahlen, die sich um die 2300 bewegen. Das Turnier gewann der ehemalige deutsche Spitzenspieler Arkadij Naiditsch, der als einziger Teilnehmer im Meisterturnier auf 5,5/7 kam. Der Neu-Aseri wiederholte damit seinen Doppel-Erfolg des Vorjahres, als er erst in Zürich und dann in Basel Platz eins belegte! Metz spielte im Stammlokal seines Schweizer Klubs SG Riehen nach durchwachsenen 2/3 zum Start mehrfach auf der Bühne mit den Live-Brettern. Höhepunkt war dabei in Runde vier sein Schwarz-Remis gegen Großmeister Mihajlo Stojanovic (2507 Elo). Mangels Theorie-Kenntnissen im Steiner-Angriff opferte der FM zwei Bauern, um auf den weißen Feldern Gegenspiel zu erhalten. Dem Rechner gefiel die Strategie, und der Nachziehende erhielt volle Kompensation. Bei offenen Königen ließen in Zeitnot beide Seiten einmal den Gewinn aus. Am Schluss entstand ein völlig ausgeglichenes Endspiel, in dem Stojanovic und Metz die Züge wiederholten. In der fünften Runde kassierte der Kuppenheimer dann gegen den an Position drei gesetzten Andreas Heimann (Baden-Baden/2552) seine einzige Niederlage nach zu zahmer Eröffnungsbehandlung mit Weiß. Das anschließende Remis mit dem Basler Heinz Wirz (2099) war zwar schwach, wurde aber durch eine studienartige Rettung im Endspiel mit kurzzeitig drei Bauern weniger und diversen Läuferopfern deutlich aufgewertet. In der Schlussrunde bezwang Metz den Schweizer Altmeister Edwin Bhend. Der IM hatte 1959 beim legendären Turnier in Zürich gegen Michail Tal gewonnen und spielte dort auch gegen Bobby Fischer! Der 83-Jährige, der bis dahin ein sehr gutes Open gespielt hatte, blieb in der Schlussrunde chancenlos, auch wenn er nach einem erzwungenen Damenopfer für Turm und Figur 47 Züge lang kämpfte. Das bedeutete Platz 20 unter 56 Teilnehmern.