Rochade-Zweite nach 3,5:4,5 in Rastatt in Zugzwang

Fünfter Saisonsieg in Folge: Axel Aschenberg (re.) (im Bild gegen Valentin Jurca)

Von Axel Aschenberg
So langsam wird die Luft für Kuppenheim II in der Landesliga dünner. Das liegt vor allem an Personalsorgen, die zu einem 3,5:4,5 beim SC Rastatt beitrug. Positiv war, dass beim Kellerduell die kämpferische Haltung stimmte und nicht vorzeitig in Punteteilungen eingewilligt wurde. Gerhard Gorges wurde bereits für seine Anfahrt mit einem kampflosen Sieg an Brett 8 belohnt. Rolf Hoppenworth gestaltete das Spiel in etwa ausgeglichen und hätte am Ende gewinnen können, doch griff er leider fehl – der Punkt fehlte letztlich zum Gesamterfolg. So steht die Rochade mit 5:7 Punkten im Mittelfeld auf Rang sechs. Doch der vorletzte Platz ist nicht weit: Den nimmt der SC Neumühl ein, der nur einen Pluspunkt weniger als Kuppenheim II aufweist. Das nächste Match gegen diese wird daher richtungsweisend.
Florian von der Ahe zeigte sich in bester Angriffslaune, steckte eine Qualität ins Geschäft und konnte letztlich auf Grund aktiver Spielweise zumindest einen halben Punkt sichern. Jürgen Biskup verschwendete einen Bauern in der Eröffnung und konnte keine echte Kompensation erzielen. Folglich hatte der Manschaftsführer, Axel Aschenberg, nichts gegen ein Remis einzuwenden. Hussain Chaltchi zeigte sich kämpferisch, ehe ein Lapsus gegen den früheren Kuppenheimer Wolfgang Kaupp seine Partie bendete. Axel Aschenberg antwortete mit erweitertertem Schwarz-Repertoire auf e4 mit der Philidorverteidigung.
Letztendlich vertraute er gegen seinen Gegner zurecht auf taktische Ressourcen der Stellung, hätte aber bei korrektem Spiel von Valentin Jurca um ein Remis kämpfen müssen. Dieser gestaltete seine Angriffsführung fahrlässig und wurde nach ein paar gezielten Drohungen gegen seinen König schnell zur Strecke gebracht.
Ralf Ganter erweist sich immer mehr als Schwarz-Französischspieler und wird das Thementurnier ab dem 25. Februar im Verein bereichern. Gegen Altmeister Helmut Wolf, der in den 60er bis 80er-Jahren zu den besten badischen Spielern gehörte, befand er sich nie in Verlustgefahr und willigte im Endspiel in ein Remis ein.
Jannik Lorenz bekam drei Tage nach seinem 18. Geburtstag keine Geschenke mehr: Die Schachhoffnung des Vereins konnte sich aus seiner leicht gedrückten Stellung nie ganz befreien und musste sich Erfolgstrainer Nikolas Sentef an Brett 1 schließlich beugen.

    SC Rastatt (N) 1809     SGR Kuppenheim 2 1773 3.51
1 1 Sentef,Nikolaus 2153   13 Lorenz,Jannik 1944 1 0 0.77
2 2 Jurca,Valentin 1851   15 Aschenberg,Axel 1970 0 1 0.34
3 3 Engelhard,Dario 1702   16 von der Ahé,Florian 1882 ½ ½ 0.26
4 4 Wolf,Helmut 2003   20 Gantner,Ralf 1774 ½ ½ 0.79
5 16 Kaupp,Wolfgang 1767   21 Chaltchi,Hussain 1709 1 0 0.58
6 20 Kaupp,Sven 1627   23 Biskup,Jürgen 1695 ½ ½ 0.40
7 21 Engelhard,Simon 1563   27 Hoppenworth,Rolf 1657 1 0 0.37
8         28 Gorges,Gerhard 1552 + 0.00