Jugendarbeit hievt Schachgemeinschaft erstmals auf über 100 Mitglieder

Trainer Ralf Gantner (hintere Reihe, rechts) und Jugendleiter Thomas Braun (Mitte) haben die Nachwuchsarbeit bei der Rochade forciert und nehmen mit ihren Schützlingen nicht nur am eigenen Jugendturnier teil.

Die Rochade Kuppenheim hat zum ersten Mal mehr als 100 Mitglieder. Die Schachgemeinschaft durch- brach dank des Engagements von Jugendleiter Thomas Braun und Trainer Ralf Gantner erstmals diese Schallmauer. „Weil die Jugendarbeit floriert und zuletzt nur drei Austritte verzeichneten, knackten wir erstmals diese Marke“, freute sich Schatzmeister Ralf Ehret bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung des erfolgreichsten Amateur-Schachklubs der Region. „Wir haben stabile Teilnehmerzahlen in zwei Gruppen“, berichtete Braun „von einem Dutzend, die eifrig dabei sind“. Gantner betreut die stärkere Gruppe mit einem halben Dutzend Akteure, die Talent Daniel Held anführt. Ungeachtet leichter Anlaufschwierigkeiten verlief das erste große Jugendturnier der Rochade gut.
„Bei der nächsten Auflage 2016 streben wir eine dreistellige Teilnehmerzahl an“, gibt sich Braun optimistisch, das Interesse fast verdreifachen zu können.
Die Bilanz der Mannschaften fiel dagegen verhaltener aus. Das Verbandsliga-Team verpasste die Meisterschaft hauchdünn. Die Reserve hielt nur dank Rückzügen anderer Vereine die Landesliga. Wacker schlug sich Kuppenheim III in der Bezirksklasse. Das Experiment mit der vierten Mannschaft in der Kreisklasse II scheiterte dagegen, weil die Nachwuchskräfte „an Wochenenden zu viele andere Termine hatten“, bedauerte Braun.
Positiv fiel die Kassenbilanz von Ralf Ehret aus, obwohl die Stadt mittlerweile Gebühren für das Vereinsheim, den Alten Kindergarten, erhebt. Die Kassenprüfer Uwe Gantner und Ralf Westermann bescheinigten Ehret gewohnt „perfekte Arbeit“. Entsprechend einmütig fiel die Entlastung des Kassierers und der Vorstandschaft aus. Weniger erfreulich verlief die Suche nach einem Nachfolger für Gerhard Gorges. Der rührige Webmaster der Rochade gab sein Amt als Turnierleiter ab. Gorges bemängelte die Spiel- und Ergebnismelde-Moral in der Vereinsmeisterschaft, bei der zwei Partien der Schlussrunde nicht ausgetragen wurden. Rochade-Präsident Michael Waschek fand keinen Interessenten für den Turnierleiter-Posten. In den Hintergrund rückte so der Vereinsmeisterschafts-Sieg von Hartmut Metz (5:1 Punkte) vor Joachim Kick und Michael Lorenz (beide 4:2).
Immerhin bleibt Hussain Chaltchi an Bord. Der Vizepräsident war nach elf Jahren als Funktionär amtsmüde, entschied sich dann jedoch während der zweieinhalbstündigen Sitzung für einen Verbleib im Vorstand. Den geforderten „frischen Wind“ will er nun selbst bei der Rochade reinbringen. Fortgesetzt wird derweil das monatliche Training mit Schach-Großmeister Roland Schmaltz, das einige Mitglieder und der Verein gemeinsam finanzieren.