Aschenberg und Kresovic trumpfen in Bad Herrenalb auf

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Das erfolgreiche Mix-Team mit Hans Dekan (von links), Norbert Frühe und den Kuppenheimern Hartmut Metz und Axel Aschenberg

Beim Schnellschach-Turnier in Bad Herrenalb haben sich zwar vier Kuppenheimer im Kurhaus getroffen – den Wettbewerb bestritten sie allerdings in drei unterschiedlichen Mannschaften! Velimir Kresovic hatte serbischen Landsleuten aus Conweiler schon vor Wochen zugesagt, und Florian von der Ahé hatte sich mit alten Kumpels aus Gernsbach verabredet. Blieben noch Axel Aschenberg und Hartmut Metz, die wegen der widersprüchlichen Turnierausschreibung von einem Einzelturnier mit Mannschaftswertung ausgingen. Da es sich jedoch um ein reines Teamturnier handelte, wurden die beiden ins Team „Mix 1“ gesetzt. Dabei hatten sie aber Glück: Mit dem Eppinger Hans Dekan und dem Hördener Norbert Frühe, der der neunte Mann der Murgtäler war, gesellten sich zwei starke Spieler dazu. Das Quartett war so auch die Nummer eins der Setzliste mit einem DWZ-Schnitt von 2080. Zum einen gibt es in Bad Herrenalb kein Preisgeld, was die Profis fernhält, sondern nur Sachpreise. Zudem fanden gleichzeitig Oberliga und Zweite Liga statt, was die Akteure auf über 2300 Elo allein auf Metz beschränkte. Bei „Mix 1“ ragten aber vor allem Hans Dekan und Axel Aschenberg heraus.
Der Kuppenheimer blieb ungeschlagen und remisierte an Brett drei lediglich zwei seiner neun Partien! Der Eppinger verlor die erste Partie wegen eines unmöglichen Zuges, danach schlug der frühere Mannschaftsführer des Bundesliga-Kaders aber alle weiteren Gegner. Metz spielte zwar mit Weiß relativ schwach, gewann aber auf der Spitzenposition alle Partien mit Schwarz. 6,5/9 waren die Folge. Frühe steuerte überdies 6/9 bei. Angesichts der sehr guten Einzel-Ausbeute gab das gemixte Team keinen einzigen Mannschaftspunkt ab! Mit 18:0 Zählern lag das Quartett unglaubliche sechs Punkte vor den Verfolgern!
Die SF Hörden II (nominell die Erste des Landesligisten) hatte bei jeweils einer Bilanz von 12:6 mit 23 Brettpunkten mehr gesammelt als „Too Strong Too Fast“ (22) und der SC Waldbronn (21,5). Fünfter wurde Slavija Karlsruhe (11:7). Conweiler mit Kresovic holte 10:8 Punkte und belegte Rang acht im 20er-Feld. „Mixed Fischer“ (9:9) mit Florian von der Ahé kam einen Rang dahinter ein. Beide Kuppenheimer überzeugten jedoch. Von der Ahé brachte an Brett drei 6,5 Zähler in die Scheuer. Noch mehr ragte Kresovic heraus! 7,5/9 standen bei ihm an Position eins zu Buche. Die einzige Niederlage war auch unnötig: Metz offerierte seinem Vereinskameraden zweimal ein Remis, doch der wollte gleich am Anfang und später in unklarer, scharfer Stellung auch nicht … Ansonsten hätte Kresovic gar acht Punkte eingefahren!