Großmeister Schlosser sorgt mit Chessbase-Funktion für Erheiterung

Philipp Schlosser hat am Donnerstagabend einmal mehr ein sehr interessantes Training bei der Rochade Kuppenheim gestaltet. „Insbesondere deine Partie gegen Jonathan Carlstedt war sehr spannend und lehrreich“, lobte Rochade-Vizepräsident Kai Götzmann den Großmeister. Schlosser hatte beim Faschingsopen A in Baden-Baden mit sieben Punkten nach neun Runden den ersten Platz geteilt. Nach Wertung wurde der Spieler der OSG Baden-Baden Vierter hinter Hagen Poetsch, Vadym Petrovskij, Carlstedt, aber vor den zwei weiteren punktgleichen Akteuren Paul Hinrichs und Cedric Chassard.

Philipp Schlosser zeigt Kombinationen und Partien vom Faschingsopen A in Baden-Baden.

Faschingsopen läuft weniger gut für Thilo Ehmann

Für den Kuppenheimer Thilo Ehmann lief es weniger gut. Bereits in der zweiten Runde unterlag der deutsche Pokalsieger dem Neureuter Jonathan Rügert. Das lag unter anderem daran, dass der Rochade-Spitzenspieler glaubte, dass es nach der Zeitkontrolle noch weitere Bedenkzeit dazu gibt, berichtete Schlosser vom verpatzten Start Ehmanns. Er kam auch fortan nicht richtig in die Gänge und landete mit sechs Punkten nur auf dem 21. Platz. Die Performance von 2193 Elo bescherte ihm ein Elo-Minus von 15.

Interessante Spieler-Charakterisierungen in Chessbase

Schlosser zeigte außer ein paar sehenswerten Partien und Kombinationen vom Faschingsopen auch Tricks, was man mit der neuen Chessbase-Version `26 anstellen kann. Für besondere Erheiterung sorgte seine Auswertung des Stils aller Kuppenheimer Oberliga-Spieler. Dabei wurden zwischen 40 und 60 Partien ab 2020 zur Auswertung herangezogen. Erwartungsgemäß erhielt Theorie-Gott Joachim Kick bei den Eröffnungen einen Wert von rund 200 Prozent! Großen Kampfgeist stellte Schlosser bei Jörg Weidemann und Velimir Kresovic fest. Wie das Programm aber darauf kommt, Kresovic sei zu 307 Prozent ein Positionsspieler, erschloss sich keinem im zahlreich vertretenen Publikum. Taktikfuchs Ehmann ordnete die Funktion aber immerhin richtig ein. Auch Hartmut Metz sah sich als Positionsspieler bestätigt: „Nur weil ich Königsgambit spiele, glauben alle, ich sei ein Angriffsspieler“, befand er am Ende eines gelungenen Trainings von Philipp Schlosser.