Knapper 2,5.1,5-Sieg im Bezirkspokal in Ottenhöfen
Von Ralf Gantner
Wohlgelaunt bei windigem Schmuddelwetter ist die illustre Kuppenheimer Truppe um Reinald Kloska, Axel Aschenberg, Daniel Scheuermann und Ralf Gantner zur ersten Runde des mittelbadischen Mannschaftspokals aufgebrochen. Um das Zahl der Teams auf acht zu reduzieren, musste auch eines der beiden gemeldeten Rochade-Teams zum Auftakt antreten. Eingestimmt mit Sweet Caroline ging es gen Ottenhöfen. Mit Eduard Braun, Kyamuran Mestan, Andreas Manz und Horst Lepold erwarteten die Rochade-Cracks nahezu die Bestbesetzung der Achertäler. Aschenberg und Gantner kamen trotzdem sehr gut aus der Eröffnung, Scheuermann und Kloskas Partien verliefen in ruhigem Fahrwasser. Kloska nahm nach rund 90 Minuten Spielzeit in ausgeglichener Stellung das Remisangebot von Manz an, da alle anderen Partien gut bis ausgeglichen standen.
Scheuermann unterschätzt Randbauer
Kurz darauf folgte allerdings die Hiobsbotschaft: Scheuermann unterschätzte in einem ausgeglichen Endspiel den entfernten Freibauern auf der a-Linie in einer Abwicklung und musste kurz danach Braun zum Sieg gratulieren. Damit war klar: Eine Blitzverlängerung bei einem 2:2 war ausgeschlossen angesichts der Berliner Wertung, die für Ottenhöfen gesprochen hätte. Folglich mussten Aschenberg und Gantner gewinnen. Beide arbeiteten auch am Sieg: Gantner mit zwei Mehrbauern gegen Lepold an Brett vier, Aschenberg befand sich von Anfang an im geschlossenen Sizilianer mit Schwarz im sicheren Terrain. Durch Deplatzierung und Passivstellung der weißen Figuren war der Acker für einen vollen Punkt bestellt. Linienöffnung und die Abwicklung in ein Endspiel mit zwei Figuren und zwei Bauern gegen einen Turm bescherten Aschenberg eine leicht gewonnene Stellung. Ein paar taktische Tricks ließ Aschenberg locker abperlen.
Ralf Gantner hat zwar Mühe bei der Verwertung seines Vorteils, setzt sich aber letztlich doch entscheidend durch.
Gantner büßt einen seiner Mehrbauern ein
Nun oblag es an Gantner, den Mannschaftssieg zu sichern. Einen Freibauern auf d7 in einem Schwerfigurenendspiel, aber mit luftiger Königsstellung, musste gewissenhaft gespielt werden. Völlig unnötig verlor Gantner einen Bauern, so dass der Vorteil noch einmal erkämpft werden musste. Auch unter gütiger Mithilfe von Lepold konnte schlussendlich der verdiente Kuppenheimer 2,5:1,5-Sieg eingefahren werden.
| Br. | SC Ottenhöfen-Seebach 1 | SG Kuppenheim 1 | Brettp. | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
Braun, Eduard |
Scheuermann, Daniel |
1:0 | ||
| 2 |
Mestan, Kyamuran |
Aschenberg, Axel |
0:1 | ||
| 3 |
Manz, Andreas |
Kloska, Reinald |
½:½ | ||
| 4 |
Lepold, Horst |
Gantner, Ralf |
0:1 | ||
| Gesamtergebnis | 1,5:2,5 | ||||


