Rochade reicht ein 2:2 im Halbfinale gegen Hörden

Von Marlon Meier
Die Rochade Kuppenheim steht einmal mehr im mittelbadischen Pokal-Finale. Der Titelverteidiger hatte allerdings gegen den Dauerrivalen Hörden einige Probleme. Letztlich reichte dem vierfachen badischen Pokalsieger gegen den Landesliga-Tabellenführer ein 2:2 zum Einzug ins Endspiel. In diesem trifft die Schachgemeinschaft am 13. März, 19.30 Uhr, in Kuppenheim auf den Landesligisten Bühlertal. Dieser trennte sich am fünften Spieltag nach acht Unentschieden mit 4:4 von der Rochade-Reserve.

Sonst reißt Velimir Kresovic Damen-Endspiele noch zugunsten seines Teams herum. In Hörden verdirbt er eines mit zwei Mehrbauern.

In Hörden trafen die Teamkapitäne Joachim Kick und Norbert Frühe im direkten Duell an Brett 4 aufeinander. Es entwickelte sich eine positionelle Partie, in der Kick gegen den umsichtig agierenden Frühe den Anzugsvorteil in nichts Greifbares umwandeln konnte. Die Kontrahenten wagten die Prognose, dass auch die stets kritischen Engines hier kaum einen Schnitzer finden werden!

Thilo Ehmann trotzt „Angstgegner“

An Brett 1 hatte Thilo Ehmann gegen den „Angstgegner“ Leo Katz anzutreten, welcher nach Aussage der Hördener eine positive Bilanz gegen Ehmann aufweist! Diese beruhe auf Partien aus der Jugendzeit, die wahrscheinlich schon etwas länger zurückliegen. Auf den Punktegaranten Ehmann am Spitzenbrett war dennoch Verlass, er entwickelte seine Figuren und brach umgehend im Zentrum durch. Das damit verbundene Figurenopfer, Ehmann ließ seinen Springer auf c3 vom schwarzen b-Bauern schlagen, nahm er gelassen in Kauf. Der weiße Bauer erreichte f7 mit Schach und hielt den schwarzen König im Zentrum fest. Kurze Zeit später brachten die weißen Schwerfiguren den schwarzen Monarchen zur Strecke, nachdem Verteidigungshürden wie ein verankerter schwarzer Läufer auf e4 überwunden waren.

Erneut der Sieggarant: Thilo Ehmann nimmt Revanche an einstigem „Angstgegner“.

M&M beherrschen Königsopposition

Marlon Meier versuchte derweil an Brett zwei die Partie gegen Gerd Merkel mit den schwarzen Steinen solide zu gestalten. Im Leichtfigur-Endspiel hätte Merkel mit dem aktiveren König Jagd auf die schwarzen Damenflügelbauern machen können, wonach der Weg zum Remis für Meier sehr schmal gewesen wäre. Stattdessen konnten die Kiebitze am Ende beobachten, dass Merkel und Meier die Königsopposition im Bauernendspiel mit einem Bauern beherrschen, weswegen der Punkt gerecht geteilt wurde.

Kresovic lässt Damen-Endspiel trotz zweier Mehrbauern kippen

Velimir Kresovic hatte mit der schwarzen Dame mutig den b2 Bauern des stärksten Hördeners Jörg Eiler geräubert. Anschließend neutralisierte er mit präzisen Abtauschoperationen die weiße Kompensation und erreichte ein damenloses Mittelspiel mit zwei Mehrbauern. Leider unterliefen Kresovic im Anschluss für ihn untypische grobe Fehler, wonach die Partie zu später Stunde dann vollends zu Gunsten des zähen Verteidigers Eiler kippte.

So konnten die Hördener noch den Wettkampf glücklich zum 2:2 ausgleichen. Immerhin änderte dies nichts am Einzug der Rochade ins Endspiel, da der Sieg von Ehmann am ersten Brett die Berliner Wertung mit 4:2 zugunsten Kuppenheims entschied.

Brett SF Hörden 2 SG Kuppenheim 1 Brettpunkte
1
Katz, Leo

Ehmann, Thilo
0:1
2
Merkel, Gerd

Meier, Marlon
½:½
3
Eiler, Jörg

Kresovic, Velimir
1:0
4
Frühe, Norbert

Kick, Joachim
½:½
  Gesamtergebnis   2,0:2,0