Von Reinald Kloska
Am vergangenen Sonntag, dem 1. Februar, durften wir in Bühlertal antreten und waren ob unserer guten Aufstellung positiv gestimmt. An fast allen Brettern waren die Gewinnerwartungen eher auf unserer Seite, nur an Brett 5 war der Bühlertäler Sven Rosenau Favorit gegen unseren Michael Lorenz. Die beiden spielten direkt rechts neben mir und ich hatte gerade mal drei oder vier Züge gespielt, da hörte ich Sven Rosenaus Remisangebot das Michael Lorenz nach Rücksprache mit unserem Mannschaftsführer Alexander Hatz annahm.
Nach ein paar weiteren Zügen dachte mein Gegenüber, Alexander Altach, erstmals etwas länger nach, so dass ich Zeit fand, mich ein wenig umzusehen. Die Plätze an den Brettern zwei bis fünf und am siebten waren leer. Mein Blick fiel auf den Spielbericht und ich sah fünf Remisen, nach etwa einer halben Stunde stand es also bereits 2,5:2,5. Es spielten somit nur noch Velimir Kresovic gegen Ramadan Raka an Brett 1, Alexander Altach gegen mich, Reinald Kloska, an Brett 6 und Ben Huber gegen Daniel Scheuermann an Brett 8.
Aber diese drei Partien hatten es in sich. Ich schoss einen riesigen Bock in meiner Partie gegen Alexander Altach. Zu meinem Glück spielte er aber nicht den Zug, der direkt zum Gewinn führte und ich konnte die Partie so gerade noch retten. Kurz drauf einigten auch wir uns auf ein Remis. Vorher beendet war die Partie von Daniel. An mehreren Stellen verpasste unser Mann gewinnbringende Fortsetzungen, so dass auch diese Partie mit einem Remis endete. Das sehen wir uns dann genauer im 6. Teil der verpassten Chancen an.
Beste Unterhaltung boten Velimir und Ramadan in ihrer Partie, die als letzte beim Stand von 3,5:3,5 noch lief. Die Stellung war so unklar, dass alle Anwesenden meinten, sie wollten diese Partie weder auf der weißen noch auf der schwarzen Seite spielen müssen. Wir Zuschauer hatten den Spielern gegenüber einen großen Vorteil, denn wir konnten dank eines Schachprogramms auf einem Smartphone sehen, dass diese überaus wilde Stellung ausgeglichen war. Aber beide mussten jeweils die besten Züge finden, um das Spiel nicht zu verlieren. Velimir und Ramadan schafften es, sie spielten die besten Züge und die Partie endete durch ein Dauerschach wie die sieben anderen mit einem Remis.
Somit stand es 4:4, was beiden Mannschaften einen Punkt gegen den Abstieg bescherte. Ob dieser Punkt zum Saisonende ausreichend ist wird sich noch zeigen denn in der Tabelle geht es eng zu.
| Brett | SC Bühlertal 1 | SG Kuppenheim 2 | Brettpunkte | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
Raka, Ramadan |
1968 |
Kresovic, Velimir |
2079 | ½:½ |
| 2 |
Bentz, Michael |
2034 |
Tammert, Günther |
2105 | ½:½ |
| 3 |
Schneider, Stefan |
1828 |
Klumpp, Jochen |
2017 | ½:½ |
| 4 |
Schmidt, Dennis |
1800 |
Hatz, Alexander |
1911 | ½:½ |
| 5 |
Rosenau, Sven |
1971 |
Lorenz, Michael |
1853 | ½:½ |
| 6 |
Altach, Alexander |
1840 |
Kloska, Reinald |
1874 | ½:½ |
| 7 |
Altach, Daniel |
1755 |
Ehrlacher, Markus |
1812 | ½:½ |
| 8 |
Huber, Ben |
1726 |
Scheuermann, Daniel |
1836 | ½:½ |
| Gesamtergebnis | 4,0:4,0 | ||||


