„Nicht unzufrieden“ nach Sieg zum Abschluss beim Dresdner Schachgipfel

Thilo Ehmann hat die letzte Runde beim deutschen Kandidatenturnier in Dresden gewonnen. Durch den souveränen Sieg über den Potsdamer Mirko Eichstädt (2229 Elo) in der neunten Runde verbesserte sich der Spitzenspieler der Rochade Kuppenheim auf fünf Punkte. Damit teilt er in dem 38-köpfigen Feld den achten Platz unter anderem mit Großmeister Hagen Poetsch. In der zweiten Runde remisierte der siebenfache badische Rekordpokalsieger mit dem Heusenstammer.

Thilo Ehmann findet sein Ergebnis von 5/9 in Dresden passend.

Festungen retten zwei halbe Zähler

„Ich bin soweit nicht unzufrieden, auch wenn ich gegen Enis Zuferi nicht hätte verlieren müssen”, analysiert Ehmann die neun Runden und betont mit Blick auf zwei Festungen, die ihn knapp retteten, „in den zwei Partien gegen Poetsch und Paul Hinrichs stand ich total auf Verlust und konnte noch ein Remis retten.” Angesichts dessen befindet der Rochade-Spitzenspieler: „Daher geht mein Ergebnis in Ordnung.” Mit einer Performance von 2346 Elo liegt der an Position neun gesetzte Spieler auch im Rahmen der Erwartung und büßte einen Elo-Punkt seiner 2353 Elo ein.

Heinrich siegt vor Toptalent Besou und Zuferi

Von dem Pulk mit fünf Punkten, in dem Ehmann nach Buchholz-Wertung Rang zwölf belegte, setzten sich drei Spieler deutlich ab: Der Dresdner John Heinrich verdiente sich mit sieben Punkten den Turniersieg und den Aufstieg in die deutsche Meisterschaft 2027, in der nur zehn Asse mitspielen dürfen. Mit 6,5 Punkten knapp dahinter folgt das Lippstadter Toptalent Hussain Besou und der Heilbronner Zuferi, der Ehmann nach exzellentem Start mit drei Punkten aus vier Runden entscheidend ausgebremst hatte.

Böhme beerbt Ehmann als deutscher Pokalsieger

Ehmanns Nachfolger als deutscher Pokalsieger in Dresden wurde der Erlanger Sebastian Böhme (2287), der das Finale im Blitz gegen Lando Korten (Brackel/2256) gewann. Der zweifache Sieger Ehmann wäre im Dähne-Pokal Topfavorit gewesen. Sein badischer Ersatz Thomas Isele (Radolfzell/2040) landete nach dem frühen K.o. in Runde zwei als 13. im Mittelfeld des danach weitergeführten fünfrundigen Turniers.

Alle Partien des Kandidatenturniers können unter anderem bei Chessbase nachgespielt werden:
Schachgipfel: John Heinrich und Paula Czaeczine gewinnen bei Kandidaten | ChessBase