Kuppenheimer gewinnt 33 Elo hinzu

Markus Ehrlacher hat bei der deutschen Senioren-Meisterschaft der Ü50 auch alle vier Schwarz-Partien verloren. Allerdings traf der Rochade-Landesligaspieler in Dresden durchweg auf nominell stärkere Kontrahenten.

Noch nie ein Turnier mit durchweg Schwarz-Niederlagen gespielt

„Vier Niederlagen mit Schwarz ist nicht normal. Ich glaube, ich hatte noch nie ein Turnier bei dem ich alle Schwarz-Partien verloren habe”, ärgerte sich Ehrlacher über seine Nullnummer als Nachziehender. Dafür trumpfte Ehrlacher mit Weiß genauso groß auf. Mit drei Siegen und zwei Remis schraubte er seine Bilanz auf 4/9 und belegte Platz 47. Angesichts der durchweg weit über 100 bis über 200 Ratingpunkten besseren Gegner gewann der Rochade-Spieler 33 Elo hinzu und benötigt nur noch zwei Elo, um die 1900er-Marke zu knacken. Seine Performance betrug in Dresden beim Schachgipfel, an dem über 1.000 Spieler teilnehmen, 2010 Elo.

Trotz der Schwarz-Schwäche peilt Markus Ehrlacher nun die 2000 DWZ an.

Nach DWZ-Push nimmt Ehrlacher 2000 ins Visier

Weil jetzt während der Tage in Elbflorenz auch das DWZ-Tuning für alle Spieler unter 2110 DWZ durchgeführt wurde, um die nationale Wertungszahl der internationalen anzugleichen, liegt seine DWZ nun nach der Ü50-Meisterschaft bei knapp 1950. „DWZ 2000 sollte nun das nächste Ziel sein”, zeigt sich der Landesligaspieler ehrgeizig.

„Turnier hätte noch besser sein können“

Sein Fazit lautet nach den neun Runden: „Das Turnier war sicherlich gut, aber hätte noch besser sein können. Am Ende ging mr irgendwie die Luft aus. In Runde acht habe ich mit Schwarz schlecht gespielt und eigentlich verdient verloren, wenngleich es mehrere taktische Möglichkeiten zum Remis gegeben hätte. Mit Weiß versemmelte ich zum Schluss die Eröffnung mit Fehlern im 9. und 10. Zug. Mein Gegner hat den Gewinn jedoch ausgelassen. Zwei Züge später stand ich daher besser – aber ich vereinbarte ein Remis. Es war ein seltsames Turnier mit Höhen und Tiefen. Gerade die letzten zwei Partien waren mental eine Katastrophe! Ich bin froh, dass es nun vorbei ist, und ich hoffentlich nun Zeit finde für die anstehende Saison die Schwächen aus den Partien abzustellen“, ließ Ehrlacher das Ende ausgiebig Revue passieren.

Dieter Kaiser sorgt für Überraschungssieg

Bei den Ü50-Senioren gewann keiner der Favoriten. Überraschend setzte sich der Dresdner Dieter Kaiser (2166) mit 7/9 durch. Die bessere Buchholz-Wertung sprach für den Außenseiter vor dem an Position sechs gesetzten IM Cliff Wichmann (Nickelhütte Aue/2251). Kaiser wies aber auch mit seiner Performance von 2412 die deutlich bessere Leistung auf.

Rainer Knaak souverän in der Ü65

Bei der Ü65 setzte sich Großmeister Rainer Knaak (Forst) souverän mit 8/9 durch. Gegen IM Joachim Brüggemann (Erfurt/7,5) einigte er sich in der Schlussrunde mit Weiß schnell auf das ausreichende Remis.

Die Spitzen-Partien und Ergebnisse der Senioren finden sich unter:
https://www.schachgipfel.de/