Thilo Ehmann kämpft aktuell beim Kandidatenturnier in Dresden um den Aufstieg in das Meisterturnier. Die Teilnahme dort ist angesichts von nur zehn Spielern schwieriger geworden als früher. Einst waren die Landesverbandsmeister im größeren Feld automatisch qualifiziert. Manchmal sogar die Vizemeister. Als aktuelles Mitglied der Rochade hatte sich bisher nur Hartmut Metz anno 2016 für die deutsche Meisterschaft (DM) in Lübeck qualifiziert.
Hubert Schuh gelingt in Bad Neuenahr ein Teilnahme-Hattrick. Zweimal darf der Kuppenheimer an Mammutturnieren teilnehmen.
Schuh spielt nur in Bad Neuenahr mit
Vor ihrer Kuppenheimer Zeit waren aber schon die einstigen Bundesligaspieler Hubert Schuh als süddeutscher und badischer Meister sogar dreimal und Boris-Spasski-Bezwinger Jörg Weidemann bei deutschen Meisterschaften dabei. Ulkigerweise alle jeweils immer, wenn die Titelkämpfe in Bad Neuenahr über die Bühne gingen!
Weidemann 1981 Rheinland-Pfalz-Meister
Der deutsche Jugendmeister von 1976 wurde 1981 Meister des Schachbundes Rheinland-Pfalz. 1982 landete Weidemann bei der DM in Bad Neuenahr mit 5/11 auf Rang 15 im Mittelfeld. Schuh war ebenfalls mit von der Partie. Der ehemalige Zähringer Bundesligaspieler belegte vor 45 Jahren den elften Rang, punktgleich mit Großmeister Ralf Lau (5,5/11). Es siegte Manfred Glienke mit acht Zählern. Der inzwischen verstorbene frühere Kuppenheimer Helmut Reefschläger wurde Sechster mit 6,5 Punkten.
Hartmut Metz hat positive Erinnerungen an ein negatives Erlebnis 2016 – bei der ersten DM-Dopingprobe der Geschichte.
Zweimal vollrundige Mammutturniere über 15 Runden
1987 landete Schuh ebenfalls in Bad Neuenahr auf Rang 13. In dem 15-vollrundigen Mammutturnier siegte Vlastimil Hort vor Lau (beide 10,5). Der heutige Großmeister Philipp Schlosser (8) belegte damals Rang acht. Seine beste Platzierung gelang Schuh als Zehnter. 1991 bei der 64. DM, die auch wegen der gemeinsam antretenden Asse aus Ost- und Westdeutschland etwas Besonderes war, holte der heutige Kuppenheimer 6,5/15 bei dem nächsten vollrundigen Wettbewerb. Nach der Wiedervereinigung siegte erneut Hort (12) vor Jörg Hickl (10,5) und DDR-Legende Wolfgang Uhlmann (10). Der aufstrebende Christopher Lutz (8,5) belegte Rang acht.
Negatives Ergebnis fällt für Metz positiv aus
Metz schnitt zwar in Lübeck mit 3,5/9 als 21. unter 26 Spielern schwach ab, dennoch bleibt das Turnier wegen eines negativen Ergebnisses eine bleibende positive Erinnerung für ihn: Er war der erste Schachspieler, der sich bei einer DM einer Dopingkontrolle unterziehen musste! Ein gefundenes Fressen für den Journalisten, um darüber zu berichten. Hier noch einmal der Beitrag auf unserer Homepage: https://www.rochade-kuppenheim.de/zu-schneller-marathon-mann-muss-zur-dopingprobe/
In Lübeck siegte Sergej Kalinitschew vor Rasmus Svane (beide 7/9). Mit beiden verbindet Metz auch positive Erinnerungen: Dank Kalinitschew konnte der Kuppenheimer den ersten spektakulären Betrug, den Fall Allwermann, aufdecken. Gegen Svane remisierte Metz einmal beim Turnier in Karlsruhe.


