Alle Funktionäre bei der Rochade Kuppenheim einstimmig wiedergewählt
Die Rochade Kuppenheim hat ein weiteres sportlich äußerst erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen. Bei der Jahreshauptversammlung der Schachgemeinschaft scherzte Präsident Michael Waschek mit Blick auf die SWR3-Comedy über Joachim „Jogi“ Löw und die erste Kuppenheimer Mannschaft um Kapitän Joachim „Jogi“ Kick: „Jogis Jungs waren äußerst erfolgreich! Ohne bezahlte Spieler gelang uns unser größter Erfolg mit der badischen Meisterschaft“, verwies das Vereinsoberhaupt auf den Titel in der Oberliga Baden. Die Rochade spielt damit ab Oktober in der Baden-Württemberg-Liga (BWL), der dritthöchsten deutschen Klasse.
Das Führungsquintett der Rochade Kuppenheim wird einstimmig entlastet und auch wieder inthronisiert: Michael Waschek (sitzend, von links), Kai Götzmann, Hartmut Metz (stehend), Thomas Braun und Ralf Ehret.
Ehmann ragt mit badischem Rekord-Pokalsieg heraus
In Vertretung von „Jogi“ hob Hartmut Metz hervor, dass das Oktett den Titel vor allem den starken Topscorern Hubert Schuh, Marlon Meier und Velimir Kresovic zu verdanken habe sowie, natürlich, Spitzenspieler Thilo Ehmann. Er selbst habe zwar die meisten Einzelpunkte verbucht, aber nicht so gut gespielt, befand Metz. In der BWL peilen „Jogis Jungs“ den „Klassenerhalt an, was schwer werde, aber möglich sein dürfte“ dank der Neuzugänge von Emmanuel Reinhart und Daniel Schmitt. Die Mannschaft habe im badischen Pokal auf Grund von Personalproblemen in einer Spielrunde den fünften Sieg im Cup verpasst, nachdem der Bezirkspokal einmal mehr an den Rekordsieger von der Murg ging. Im badischen Einzelpokal sorgte dafür Thilo Ehmann für einen besondere Bestleistung: Der 26-Jährige gewann zum siebten Mal diesen prestigeträchtigen Wettbewerb! Diesen Rekord dürfte der zweifache deutsche Pokalsieger noch weiter ausbauen in den nächsten Jahren, glaubt Metz. Die 22 Mitglieder, die für einen guten Besuch der Jahreshauptversammlung sorgten, spendeten dem Rochade-Aushängeschild mehrfach Applaus, genauso wie dem Oberliga-Meister zuvor.
Die Topscorer des badischen Meisters zusammen mit Velimir Kresovic: Marlon Meier (von links), Hubert Schuh, Thilo Ehmann und Hartmut Metz.
Gedenkminute für Heribert Urban
Vor der Saisonbilanz hatte Waschek mit einer Gedenkminute an Heribert Urban erinnert. Der äußerst verdienstvolle Ehrenpräsident und Mitgründer der Rochade Kuppenheim hatte seine Schachfreunde in der zurückliegenden Saison verlassen.
„Dritte schneidet super ab“
Alexander Hatz zeigte sich mit dem Klassenerhalt der zweiten Mannschaft zufrieden. Dieser sei trotz der besseren Besetzung in der neuen Runde wieder das Ziel in der stark besetzten Landesliga. Als besten Spieler hob der Kapitän Daniel Scheuermann hervor, „der gewann, wenn er mal spielte“. Mehr freute sich Sascha Schmidt über sein Team: Die Bezirksliga-Mannschaft schnitt mit Platz vier „super“ ab, ordnete der Kapitän die Leistung ein. Dies sei gelungen, weil Ralf Gantner und Louis Wunsch aus dem Landesliga-Team auch gelegentlich aushalfen. Zudem punkteten neben Topscorer Tonio Reuter Webmaster Gerhard Gorges und Gerhard Ketterer fleißig. Durch die Verstärkung des früheren Iffezheimers Oliver Kertesz erhofft sich Schmidt eine weitere erfreuliche Saison.
Nach der Jahreshauptversammlung beschäftigen sich die Kuppenheimer auch noch mit ihrem Lieblingssport.
Hoffnung bei vierter Mannschaft, dass „Feuer reinkommt“
Nur die neu gemeldete vierte Mannschaft, die in der untersten Klasse antrat, schnitt nicht zufriedenstellend ab. Jugendwart Thomas Braun durfte nur den „Erfahrungsgewinn“ für seine Schützlinge verbuchen. Seine neun Nachwuchsspieler im Alter zwischen sieben und 14 Jahren spielten auch Einzelturniere, die in Braun die Hoffnung nähren, dass in der neuen Saison ein erster Sieg gelingt, „damit Feuer reinkommt bei den Jugendlichen“. Erfreulicheres konnte Braun von seinen Senioren berichten. „Gerhard Ketterer hat ein Training initiiert, das sehr gut ankommt“. „Gerhard und Axel Aschenberg haben das zuletzt super gemacht“, pries Präsident Waschek das Angebot am Mittwoch für die große Senioren-Abteilung.
Michael Waschek (links) überreicht Webmaster Gerhard Gorges das Geschenk der Rochade-Mitglieder zum 70. Geburtstag.
Positive Kassenlage dank leichtem Überschuss
Der Kassenbericht von Ralf Ehret fiel positiv aus, verzeichnete die Schachgemeinschaft im vergangenen Jahr doch einen Überschuss von rund 1.100 Euro. Trotz 2.647 Euro an Ausgaben für neues Spielmaterial und Fahrtkosten von 2.283 Euro sowie Verbandsabgaben (2.054 Euro) als größte Ausgabenposten übertrafen die Einnahmen mit rund 10.500 Euro diese um den kleinen vierstelligen Betrag dank vieler Spenden, die insgesamt 3.035 Euro betrugen und neben den Mitgliedsbeiträgen die wichtigste Quelle für die Vereinsschatulle waren. Entsprechend stieg das Guthaben des Klubs leicht an führte Ehret aus. Die Kassenprüfer Uwe Gantner und Ralf Westermann bescheinigten dem altgedienten Schatzmeister einmal mehr eine „ausgezeichnete Arbeit“. So wurde Ehret einstimmig entlastet.
Michael Waschek ist nicht nur oberstes Rochade-Mitglied, sondern auch oberster Grillmeister. Ralf Ehret (links) unterstützt seinen Chef beim abschließenden Grillfest.
Führungsgremium einstimmig entlastet und wiedergewählt
Dies galt hernach ebenso bei der Entlastung der gesamten Vorstandsriege der Rochade (Vorsitzender Michael Waschek, Stellvertreter Kai Götzmann, Jugend- und Seniorenwart Thomas Braun und Pressewart Hartmut Metz), die Jürgen Biskup leitete. Der Pfarrer dankte allen Funktionären um Präsident Michael Waschek und seinem Stellvertreter Kai Götzmann für ihre Arbeit. Bei den Neuwahlen wurden die fünf Genannten einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Nur der Posten des Turnierleiters blieb einmal mehr vakant, bedauerte Waschek. Götzmann würde gerne jemand dafür gewinnen, um am donnerstäglichen Spielabend „zur Belebung“ zusätzliche Turniere anbieten zu können.
Webseite weiter ein Aushängeschild
Weiter populär bleibt die Webseite der Rochade Kuppenheim sowie der damit verknüpfte Facebook-Auftritt, berichtete Webmaster Gerhard Gorges. Er lobte die fleißigen Zulieferer der Teams. Neben Metz, der über all die Erfolge und Aktivitäten berichtet, sei auch Reinald Kloska mit seiner launigen Kolumne ein „beliebtes Highlight“. Zudem habe Jean-Luc Roos mit seiner erfolgreichen Teilnahme bei der Senioren-WM „den Vogel abgeschossen“, stellte Gorges fest und mutmaßt, dass deshalb auch französische Schach-Fans die Rochade-Webseite stark frequentierten.
Oliver Kertesz hilft bei Modernisierung der Webseite
Der Rochade-Webmaster berichtete auch von über 1.500 abgewehrte Hacker-Attacken, obwohl es laut Informatiker Alexander Hatz „eigentlich keine Daten bei uns abzugreifen gibt, da eh alles öffentlich ist“. Bisher kam die Homepage aber glimpflich davon. Sie soll nun alsbald auch neu aufgesetzt werden mit der aktuellen Technik. Oliver Kertesz bot sich als Fachmann Gorges an und will die Modernisierung mit ihm angehen. Allein wollte es Gorges nicht wagen, da er fürchtet, dass „die bald 2.000 Beiträge auf der Webseite verschwinden könnten, sprich nicht mehr gut gelesen werden können“. Das wollte er „nicht riskieren“. Angesichts der steigenden Kosten nimmt er die Änderung jetzt mit Kertesz zusammen vor.
Nachdem Waschek die Urkunden an Ehmann für seine Erfolge und die seiner Mannschaft übergeben hatte, kündigte sein Stellvertreter Götzmann an, dass es neben dem Meister-Petz-Turnier vor Weihnachten auch im neuen Jahr eine Vereinsfeier gibt. Ein Ausflug ist ebenso geplant.
Nach 46 Minuten zum Grillfest übergeleitet
Da es in der nur knapp einstündigen Sitzung keine Anträge unter dem Punkt „Verschiedenes“ gab, konnte Rochade-Boss Waschek die Sitzung beenden und bereits nach lediglich 46 Minuten um 14.55 Uhr zum Grillfest überleiten. Bei diesem saßen die Rochade-Mitglieder noch lange gemütlich zusammen. Getränke, Würste und Käse hatte Gerhard Gorges anlässlich seines 70. Geburtstags gespendet.


