Gorges verpasst in Ottenau den "Sprung aufs Treppchen"

Letzter Mohikaner: Gerhard Gorges

Von Gerhard Gorges
Nur ein „versprengtes Dutzend“ fand den Weg zum Hauptturnier des diesjährigen Schachkongresses ins Spiellokal des SC Ottenau, der in Erwartung einer größeren Teilnehmerzahl die B-Gruppe (bis 1600 DWZ) vom Meisterturnier abtrennte, um die begrenzte räumliche Kapazität von jeweils 32 Denkstrategen nicht zu übersteigen. „Hätten wir das gewusst“, ließ sich Turnierleiter und Schiedsrichter FA Bernhard Ast entlocken, „hätten wir die Turniere doch zusammen- legen können“. Einziger Rochadnik der altehrwürdigen Veranstaltung war der hiesige Webmaster, der sich auf Platz zwei der Setzliste wiederfand und nach 2 Runden mit zwei Punkten die selbstgesteckten Erwartungen zunächst erfüllte. Kaum richtete sich der Blick auf der Tabelle nach oben , war die Herrlichkeit mit zwei nachfolgenden Niederlagen jäh vorbei.
Die Auslosung der fünften Runde bescherte nun ausgerechnet mit Raphael Merz (SC Ottenau) den ursprünglichen Topfavoriten, der allerdings mit noch weniger Turnier-Fortune in die Schlussrunde ging. Ohne Chance auf einen Spitzenplatz, behielt der Berichterstatter im Duell der Besiegten mit schwarz schon nach 23 Zügen die Nase vorn, landete auf Platz vier und konnte zudem einen bescheidenen DWZ-Zuwachs von 5 Punkten erzielen. Das Treppchen bestiegen Oliver Stahlberger und Tim Voigtländer (beide Ottenau) sowie Uwe Tietjen (OSG Baden-Baden).
Am kommenden Wochenende messen sich an gleicher Stelle die Anwärter auf den Titel des mittelbadischen Einzelmeisters. Es sind noch Plätze frei 😉
DWZ-Auswertung

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