Kuppenheimer einer der wenigen Lichtblicke für CE Strasbourg beim französischen Top 16

Die französische Mannschaftsmeisterschaft Top 16 zählt zu den stärksten Vereinswettbewerben Europas. Bei der Ausgabe 2026 in Chartres hatte der Cercle d’Échecs de Strasbourg (CE Strasbourg) einen schwierigen Wettbewerb. Nach der Vorrunde belegte Strasbourg in seiner Gruppe mit nur einem Sieg in sieben Duellen den siebten Platz und mussten erwartungsgemäß anschließend in der Abstiegsrunde antreten. Dort belegten die Elsässer um die Großmeister Eduardas Rosentalis und Michael Prusikin den sechsten und drittletzten Platz in der Abstiegsrunde. Das war bei vier Absteigern den Gang in das Nationale 1 (vergleichbar mit der Zweiten Bundesliga in Deutschland). Gastgeber Chartres sicherte sich in der Meistergruppe den dritten Titel in Folge.

Der Kuppenheimer IM Jean-Luc Roos trumpft beim Top 16 in Chartres auf.

Super Start mit vier Punkten in fünf Partien

Im Mittelpunkt der Straßburger Leistungen stand einmal mehr Jean-Luc Roos. Der erfahrene Internationale Meister gehörte zu den Stammspielern des Teams an den hinteren Brettern. Dabei gelang dem Kuppenheimer Oberliga-Crack ein ausgesprochen starker Turnierstart: In seinen ersten fünf Partien erzielte er vier Punkte! Er besiegte Mohamed Benmesbah (Elo 2225), Rémi Leriche (1954) und Quentin Loiseau (2368) und feierte zudem einen bemerkenswerten Erfolg gegen Großmeister Stéphane Mazé (2506)! Lediglich Großmeister Paul Velten (2487) musste sich Roos geschlagen geben. Besonders der Sieg gegen den deutlich höher bewerteten Mazé unterstrich die Spielstärke des Straßburger Routiniers und gehörte zu den wenigen herausragenden Einzelleistungen des Straßburger Vereins beim Top16.

Performance von 2330 Elo

Nach diesem starken Auftakt legte Roos aufgrund der körperlichen Belastung des Turniers eine Pause in der Abstiegsrunde ein. In den beiden Schlussrunden trat er nochmals an, traf dabei auf zwei talentierte Nachwuchsspieler mit Wertungszahlen von 2201 beziehungsweise 2206 Elo. Dabei musste der IM jeweils Niederlagen hinnehmen. Trotz dieser abschließenden Rückschläge kann seine Gesamtleistung mit einer Performance von 2330 Elo als sehr gelungen bewertet werden, zumal er gegen mehrere deutlich höher eingestufte Gegner überzeugte. Ein Elo-Plus von zwölf geht damit für den Kuppenheimer einher.

Humor und starke Ergebnisse

Roos ist seit Jahrzehnten eine prägende Figur des Straßburger Vereins und besitzt eine lange Tradition bei den französischen Mannschaftsmeisterschaften. Bereits in früheren Spielzeiten erzielte er regelmäßig solide Ergebnisse für Strasbourg und gehörte oft zu den verlässlichsten Punktesammlern des Teams. Seine Erfahrung und sein Kampfgeist machen ihn – wie bei der Rochade – weiterhin zu einer wichtigen Stütze der Mannschaft. Ganz zu schweigen von seinen stets humorvollen Einlagen, die den Teamgeist stärken. Auch wenn CE Strasbourg 2026 nicht um die Meisterschaft mitspielen konnte und in der Abstiegsrunde vergebens um den Klassenerhalt kämpfen musste, blieb Jean-Luc Roos einer der positiven Aspekte des Turniers.

Nachstehend der Sieg von Roos gegen Maze und ein zweiter Erfolg.