Von Joachim Kick
Die Rochade Kuppenheim hat das Viertelfinale des badischen Mannschaftspokals erreicht. Beim Bereichsliga-Meister Neureut wurde der badische Meister seiner Favoritenrolle gerecht. Der Oberliga-Champion hatte zwar einige Mühe. Letztlich setzte sich die Schachgemeinschaft aber doch deutlich mit 3,5:0,5 durch.
Marlon Meier hielt mit Schwarz gegen den Topscorer von Neureut, Alexander Pemsel, das Remis fest. Weiß kam ganz ordentlich aus der Eröffnung und übte etwas Druck auf Meiers Stellung aus. Der Kuppenheimer konnte einige Figuren tauschen und so war das Remis das folgerichtige Ergebnis.
Guter Läufer gewinnt bei Kick gegen Springer
Im Duell der Kapitäne hatte Joachim Kick mit Schwarz nach einem Eröffnungsfehler von Lars Berger schnell Vorteil. Einige ungenaue Züge später war der Vorteil jedoch wieder geschrumpft. Kick konnte bei der Abwicklung ins Endspiel eine Mehrbauern erobern. Dies war zwar ein Doppelbauer, jedoch hatte Schwarz darüber hinaus noch den Vorteils des guten Läufers gegen einen Springer. Die Stellung war für Weiß sehr schwer zu verteidigen. Nach 71 Zügen lief dann der schwarze b-Bauer zur Dame und die Partie war entschieden. Zuvor hatte Thilo Ehmann seinen bisherigen Angstgegner in ein Turmendspiel mit Minusbauer manövriert. Turmendspiele sollen ja bekanntlich alle Remis sein. Jonathan Rügert brach jedoch unter dem Druck zusammen. Der badische Einzel-Pokalsieger brachte die Rochade nach über 4,5 Stunden und 60 Zügen entscheidend in Führung.
Hatz ringt Gegner in 81 Zügen nieder
Am längsten kämpfte Alexander Hatz um den ganzen Punkt. Nachdem die Partie lange Zeit im Bereich des Ausgleichs blieb, konnte sich der Kuppenheimer beim Übergang in das Endspiel sowohl Raumvorteil als auch den besseren Läufer sichern. Dann rechnete Hatz im Bauernendspiel sehr tief und erreichte nach beiderseitigen Bauernumwandlungen ein Damenendspiel mit Mehrbauer – allerdings hätte er auch ein leicht gewonnenes Bauernendspiel erreichen können. So aber mühte er sich 81 Züge, ehe der Gegner den Damentausch zuließ und sofort danach aufgab. Der 3,5:0,5-Sieg war verdient, fiel aber wirklich zu hoch aus. Nach vier Stunden hatte Kapitän Kick kurzzeitig eher die Befürchtung, dass die Rochade um den Einzug ins Viertelfinale blitzen muss.
Viertelfinale gegen Ersingen
Im Viertelfinale trifft die Schachgemeinschaft am Sonntag, 21. Juni, auf Ersingen. Gegen den Gast, der ebenfalls zwei Spieler mit mehr als 2000 DWZ in seinen Reihen hat, ist der Hausherr erneut favorisiert.



