Spitzenreiter Ötigheim dominiert

Bestes Tennis nach Mitternacht: Hallenbezirksmeister (Ü50) Waldemar Schlangen

Nur Schlangen, Götzmann und Gorges holen beim 2:6 Zählbares
Von Fritz Kolb
Kuppenheim III war beim Spitzenreiter der Bezirksklasse Mittelbaden chancenlos: Der SK Ötigheim unterstrich mit einem 6:2 seine Aufstiegsambitionen. Die Telldörfler liegen mit einem Brettpunkt Vorsprung an der Spitze vor Iffezheim II und Lichtental. Für den Tabellensiebten, der mit 5:11 Punkten den Klassenerhalt bereits sicher hat, gewann allein Waldemar Schlangen. Im Endspiel blockierte der Kuppenheimer in raffinierter Weise den König und Springer von Bernd Kölmel, so dass sich sein Bauer umwandeln konnte. Kai Götzmann und Gerhard Gorges verteidigten gegen nominell stärkere Kontrahenten, Kolja Kühn und Eugen Braun, ein Remis. Das waren die paar Lichtblicke der Gäste. Klaus Harsch, Konstantin Scheuermann, Jakiv Probka und Kapitän Fritz Kolb mussten ihren stärkeren Gegnern Tribut zollen. Zudem ging das letzte Brett kampflos verloren.
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Nachbetrachtung zum Oberliga-Spiel gegen Baden-Baden

Eine Nachbetrachtung der Oberliga-Partien im Donnerstags-Training hat Schlimmes ergeben: Die Rochade war nicht etwa chancenlos beim 3:5 gegen Baden-Baden (wie zunächst gemutmaßt), sondern hätte die Dritte der OSG mit bis zu 6,5:1,5 von den Brettern fegen können. Günther Tammert, der zweizügig eine Figur gewinnen konnte, und der in Zeitnot befindlich Toni Stückl ließen Gewinnzüge aus. Hartmut Metz fasste überdies in positioneller Gewinnstellung einen falschen Plan und remisierte nur. Hubert Schuh verpasste überdies eine Rettung mit einem hübschen Zwischenzug. Nimmt man noch den mehrfach verschenkten halben Punkt von Velimir Kresovic hinzu, hätten sich die Kurstädter auch nicht über ein 1,5:6,5 beklagen dürfen! Am Ende nutzten aber sie die Fehler der Rochade.
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Norwegen-Express unter Volldampf

Carlsen – Grischuk: Weiß zieht – mit Volldampf – einen (wichtigen) Zwischenzug

Carlsen und Aronjan setzen sich beim WM-Kandidatenturnier ab
Von Hartmut Metz
Magnus Carlsen kommt richtig in Schwung. Begann der Weltranglistenerste beim WM- Kandidatenturnier mit zwei Remis verhalten, ist der Norwegen-Express kurz vor der heutigen Halbzeit des Turniers kaum mehr zu stoppen. Der 22-Jährige konnte beim mit 510 000 Euro dotierten Wettbewerb in London den dritten Sieg in vier Partien feiern. Carlsen brachte den bis dahin drittplatzierten Russen Peter Swidler, der wie er bei der OSG Baden-Baden gemeldet ist, auf Distanz. Mit 4,5:1,5 Punkten hat sich Carlsen bereits vom Mit- favoriten Wladimir Kramnik deutlich abgesetzt. Der Russe remisierte alle bisherigen sechs Duelle der Vorrunde. Einzig Lewon Aronjan hält noch Schritt im Kampf um den Platz als Herausforderer seines weiteren OSG- Vereinskameraden, Weltmeister Viswanathan Anand.
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Jean-Luc Roos gibt Simultans in Straßburg

Jean-Luc Roos gibt Simultans in Straßburg

Jean-Luc Roos spielt wieder eine starke Oberliga-Saison für die Rochade. Wer sich selbst vom Können des Internationalen Meisters aus der berühmten Straßburger Schach-Familie überzeugen will, kann das an verschiedenen Terminen in den nächsten Wochen tun: Roos wirbt in seiner Heimatstadt mit mehreren Simultans für das königliche Spiel. An den Samstagen des 30. März, 27. April, 4. und 11 Mai spielt die Kuppenheimer Nummer zwei auf dem Place Broglie gegen alle Passanten, die Lust haben. „Ich mache das seit mehr als 20 Jahren etwa zehnmal im Jahr“, berichtet Roos und ergänzt, „wenn es nicht regnet, nehmen meist um die 130 Personen teil.“ Der IM sieht es dabei nicht bierernst, sondern als eine „freundliche wie pädagogische Simultan-Vorstellung. Ich helfe meinen Gegnern und erkläre positionelle Konzepte. Das Ziel besteht nicht darin, alle Partien zu gewinnen. Alle sollen viel Spaß haben und etwas lernen!“ (Hartmut Metz)

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Entspannung trotz Niederlage

Rochade verliert Derby gegen Baden-Badener Oberliga-Team
Von Hartmut Metz
Die Rochade Kuppenheim hat das Kellerduell der Oberliga gegen die OSG Baden-Baden mit 3:5 verloren. Doch trotz der Heimniederlage gegen die „Dritte“ des deutschen Schach-Meisters hat sich die Lage für den badischen Pokalsieger entspannt! Nahezu alle Ergebnisse verliefen im Sinne des Tabellensechsten. Im letzten Spiel genügt Kuppenheim ebenso wie Gegner SG Heidelberg-Kirchheim ein 4:4, um sich mit dann 8:10 Punkten endgültig zu retten.
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DWZ Plus: “Druckspiel”

Dieses DWZ-Plus dient der Vertiefung der letzten Lektion “Die vier Figurenfunktionen”. In dieser Super-GM-Partie baut Weiß ein Druckspiel gegen den Schwarzen auf. Schwarz hat dabei eine bessere Bauernstruktur, der Weiße dafür Entwicklungsvorsprung und Druckspiel auf den offenen Turmlinien (ein Vorteil von Doppelbauern). Dem Weißen gelingt es dabei den Entwicklungsvorsprung umzuwandeln in eine immer aktivere Figurenposition, ohne dass dem Schwarzen ein Befreiungsschlag gelingt. Der Schwarzspieler gerät in eine Verlustposition. Durch eine hartnäckige Verteidigung – einem Mix aus Deckung und Gegenangriffen – bleibt er jedoch bis am Ende im Spiel. Leider übersieht er die sich offenbarende Chance zu einem Gegenschlag, der ihm vermutlich ein Remis eingebracht hätte. (Patrick Karcher)

 

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Zweiter WM-Titel für Anna Uschenina

Gunina – Ju: Sehenswerte weiße Schlusskombination mit Damenfang

Ukraine siegt bei Mannschafts-Weltmeisterschaft vor China
Von Hartmut Metz
Weltmeisterin ist Anna Uschenina bereits. In Kasachstan ließ die Ukrainerin nach ihrem über- raschenden Einzel-Erfolg den nächsten in der Mannschaft folgen: In Astana gewann die Welt- ranglisten-23. auch mit ihrer Landesauswahl den WM-Titel – erneut hatte China das Nachsehen. Mit 16:2 Punkten ließ die ungeschlagene Ukraine den Mitfavoriten (15:3) dank des Sieges im direkten Duell hinter sich. Russland (13:5) unternahm in der letzten Runde gar nicht mehr den Versuch, den Chinesinnen Schützenhilfe zu geben. Lieber einigten sie sich rasch mit dem neuen Weltmeister auf ein 2:2, um selbst die Bronzemedaille vor Georgien (12:6) abzusichern. Der Tabellendritte litt unter der Absage seiner beiden Topspielerinnen: Die Schwestern Nadeschda und Tatjana Kosintsewa wollen künftig nicht mehr unter Mannschaftskapitän Sergej Rublewski antreten.
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Rochade macht Dutzend voll

Markus Merklinger (von links), Hubert Schuh (sitzend), Hartmut Metz, und Velimir Kresovic holen den zwölften Bezirkspokal-Sieg für die Rochade Kuppenheim

Kuppenheim bezwingt im Finale Sasbach 2,5:1,5 / 75. Titel für Metz
Von Hartmut Metz
Den Ansturm der Jugend hat die Rochade Kuppenheim noch einmal abgewehrt. Im Endspiel um den mittelbadischen Bezirkspokal schlug die Schachgemeinschaft die SF Sasbach mit 2,5:1,5 – ein Achtungserfolg für die enorm starke Nachwuchstruppe des Landesligisten. Kuppenheim machte damit das Dutzend an Siegen in diesem Bezirkswettbewerb seit 1991 perfekt. Im Spiel um Platz drei bezwang Sasbach II den SK Ötigheim mit 3,5:0,5 und qualifizierte sich ebenfalls für den badischen Cup. Kuppenheim dürfte als amtierender badischer Pokalsieger ein zweites Team für den Verbandswettbewerb stellen, verzichtet aber darauf. Der Erfolg des Oberligisten war letztlich ungefährdet. Velimir Kresovic sorgte mit einem fulminanten Angriff gegen Thilo Ehmann für die schnelle Führung. Schwarz hatte die Eröffnung unterschätzt und büßte eine Qualität ein. Die gab jedoch Kresovic gerne zurück, als sich die Möglichkeit für ein Mattnetz mit Dame und zwei Läufern ergab. Am vierten Brett unterlag Markus Merklinger hingegen Hans-Erich Constantin Gubela. Der Sasbacher setzte den Kuppenheimer gekonnt unter Druck.
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Harakiri-Hikaru eine Internet-Ikone

Krasenkow – Nakamura: Schwarz spielt “Harakiri” – und gewinnt!

Biografie über Hitzkopf Nakamura: Krawallmacher auf dem Brett
Von Hartmut Metz
Magnus Carlsen, Wladimir Kramnik, Lewon Aronjan und fünf weitere Großmeister hinter den drei Weltranglistenersten suchen ab nächsten Samstag in London den Herausforderer von Weltmeister Viswanathan Anand. Am meisten vermissen werden die Fans Hikaru Nakamura. Der US-Amerikaner ist ein Krawallmacher – vor allem auf dem Brett! Angesichts seiner japanischen Wurzeln könnte man ihn wegen seines Stils und seines Geburtsorts Hirakata auch durchaus als Harakiri-Hikaru bezeichnen. Wo andere Groß- meister ein langweiliges Remis vorziehen, zündelt Nakamura lieber weiter gefährlich. Manchmal geht der Schuss nach hinten los – aber oft zeitigt die Zockerei auch Erfolge. Der 25-Jährige gilt nicht nur als Internet-Ikone, weil er in sogenannten „Bullet“- Partien – bei nur einer Minute Bedenkzeit geht es vor allem ums schnelle Ziehen, ohne grobe Fehler zu machen – auf Webseiten kaum zu schlagen ist. Nakamura agiert inzwischen aber auch im Nahschach halbwegs solide.
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Meisterschaft ade!

Reserve unterliegt Neumühl im Bereichsliga-Spitzenspiel mit 3:5
Von Ralf Gantner
Nach dem heutigen Spiel bei Neumühl muss wohl davon ausgegangen werden, dass der Meister- schaftszug in der badischen Bereichsliga Süd ohne die Reserve der Rochade abgefahren ist. Zu „bescheiden“ waren die Leistungen bei der jungen Truppe von Neumühl. Nach nur einer Stunde Spielzeit hatte sich an Brett 4 zwischen Michael Lorenz und Kenneth Brzezinka eine Remisstellung in einem Turmendspiel ergeben. An den anderen Brettern, insbesondere von Alexander Hatz gegen Alexander Teichmann, Florian von der Ahé gegen Andreas Bachmann und Ralf Gantner gegen Ralf Blust hatte unsere Mannschaft Eröffnungsvorteile erspielt. Zudem konnte Jannik Lorenz an Brett 8 gegen Benjamin Schillinger positionelle Vorteile für sich verzeichnen. Markus Merklinger stand gegen Hans-Christian Mathews unklar.
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Dritte unterliegt Muggensturm 3:5

Ehre wem Ehre gebührt: Tagessieger Fritz Kolb mit Rochade-Präsident Michael Waschek (re.) und Schatzmeister Ralf Ehret

Klassenerhalt sollte dennoch geschafft werden
Von Fritz Kolb
In der Bezirksklasse unterlag Kuppenheim III dem Tabellennachbarn Rössl Muggensturm mit 3:5. Die Gäste sind nach dem Sieg mit 7:7 Zählern am rettenden Ufer angelangt. Die Dritte der Rochade muss hingegen mit 5:9 Punkten noch ein bisschen zittern – der Klassenerhalt dürfte jedoch gelungen sein nach den jüngsten Resultaten. Für Kuppenheim punkteten Jürgen Biskup an Brett zwei und Kapitän Fritz Kolb. Uwe Gantner und Konstantin Scheuermann remisierten gegen Albert Stoll und Ulrich Lautenbach. Auf Muggensturmer Seite setzten sich Spitzenspieler Patrick Kühn, Kurt Stoll, Jörg Griese und Harry Schaub durch. Jürgen Biskup konnte gegen Fadil Gashi mit etwas Fortune den vollen Punkt einfahren. Danach trafen jedoch die Hiobsbotschaften von Gerhard Gorges, Jakiv Probka und Waldemar Schlangen ein. Dann stand fest: Spitzenspieler Klaus Harsch und Fritz Kolb mussten gewinnen. Harsch konnte Kühn indes nicht in Bedrängnis bringen und musste die Segel streichen. Kolb blieb es vorbehalten, ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben und den vollen Punkt zu erstreiten.
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Nur ein Quartett schlug beide Titanen

Eliskases – Fischer: Schwarz zieht Lc5 – und verliert!

Erich Eliskases gelangen Siege über Capablanca und Fischer
Von Hartmut Metz
Erich Eliskases hat einige Turniererfolge vor und nach dem Zweiten Weltkrieg gefeiert. Die im holländischen Nordwijk vor Paul Keres und Ex-Weltmeister Max Euwe sowie 1948 in Mar del Plata (Argentinien) zählen dazu. Zu den Großen des Schachsports avancierte der gebürtige Österreicher, der am 15. Februar 100 Jahren geworden wäre, durch eine weitere Besonderheit: Nur vier Spielern gelang es in ihrer Karriere, sowohl José Raúl Capablanca (Weltmeister 1921-1927) als auch Bobby Fischer (Weltmeister 1972-1975) in Turnierpartien zu bezwingen! Das konnten ansonsten nur Paul Keres, Samuel Reshevsky und Max Euwe von sich behaupten. Das Besondere bei Eliskases war, dass er die beiden „Schachmaschinen“ aus Kuba und den USA in Endspielen ausmanövrierte. Der Kubaner wie der Amerikaner galten dabei als fast unschlagbare Titanen. 1939 weilte Eliskases mit dem großdeutschen Nationalteam in Argentinien bei der Schach-Olympiade und holte die Goldmedaille. Die Schach-Helden blieben nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lieber jenseits des Atlantiks und siedelten sich in Südamerika an. Eliskases spielte später bei Schach-Olympiaden noch viermal für Argentinien. Am 2. Februar 1997 starb der 83-Jährige. Mit Bravour bewältigte Eliskases die Aufgabe 1937 in seiner ersten Heimat Österreich:
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